Wichtigste Punkte
- Jede Bitcoin-Transaktion erfordert einen Input, einen Output und kryptografische Schlüssel, um gültig zu sein und dauerhaft auf der Blockchain erfasst zu werden.
- Die Bestätigungszeit beträgt in der Regel 10 bis 20 Minuten, doch Netzwerkauslastung, Anzahl der Miner und Transaktionsgebühren beeinflussen, wie schnell eine Transaktion verarbeitet wird.
- Jede Transaktion erhält eine eindeutige Transaktions-ID, mit der du auf einem Block-Explorer Status, Absender, Empfänger und Bestätigungsanzahl nachverfolgen kannst.
In diesem Artikel
Bitcoin ist eine Kryptowährung, die von einer Person (oder Gruppe) unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto entwickelt wurde. Sie entstand 2009 und ist vollständig dezentralisiert. Satoshi wollte die Kontrolle der Finanzeliten über Währungen abschaffen und sie in die Hände gewöhnlicher Menschen legen. In diesem Artikel erfährst du, wie Bitcoin-Transaktionen funktionieren.
Wie funktioniert eine Bitcoin-Transaktion?
Eine Bitcoin-Transaktion ist die Übertragung eines bestimmten Bitcoin-Betrags von einer Wallet zu einer anderen. Sie ähnelt einer Überweisung mit herkömmlichem Bankgeld, ist jedoch komplexer als es auf den ersten Blick erscheint.
Damit eine Bitcoin-Transaktion gültig und glaubwürdig ist, benötigt sie einen Input, einen Betrag und einen Output. Der Input ist die Herkunft des Betrags, der Output das Ziel. Je nach den beteiligten Parteien kann es mehrere Inputs und Outputs geben.
Neben diesen drei Komponenten werden auch öffentliche und private Schlüssel benötigt. Ein öffentlicher Schlüssel ist eine Bitcoin-Adresse, die spezifisch für eine Bitcoin-Wallet ist. Er wird auch Seed genannt und dient dazu, eine Transaktion zu signieren und zu autorisieren. Der öffentliche Schlüssel beweist zudem, dass der Betrag vom Eigentümer stammt. Er ist auch eine Sicherheitsmaßnahme, die verhindert, dass jemand die Transaktion nach ihrer Ausstellung ändert.
Ein privater Schlüssel betrifft eher die Ausgabenseite von Bitcoin. Er ist eine vertrauliche Zahlenfolge, die benötigt wird, um einen bestimmten Bitcoin-Betrag auszugeben.
Sobald du eine Transaktion erstellst, landet sie in einem Wartespeicher namens Mempool, zusammen mit allen unbestätigten Transaktionen anderer Blockchain-Nutzer. Es dauert eine gewisse Zeit, bis die Transaktion verarbeitet wird. Die Bestätigung erfolgt durch Mining: den Prozess, bei dem die Transaktion zur Blockchain oder dem öffentlichen Hauptbuch hinzugefügt wird. Da jede Transaktion eine eindeutige ID hat, kann jeder die abgeschlossenen und verifizierten Bitcoin-Transaktionen einsehen.
Nakamoto initiierte die erste Bitcoin-Transaktion. Der Bitcoin-Erfinder schickte Hal Finney 10 Bitcoin, als dieser die Bitcoin-Software nach der Veröffentlichung herunterlud. Laszlo Hanyecz tätigte 2010 die erste kommerzielle Bitcoin-Transaktion: Er kaufte zwei Pizzen für 10.000 Bitcoin.
Wie lange dauert eine Bitcoin-Transaktion?

Die übliche Übertragungszeit für Bitcoin von einer Wallet zur anderen beträgt etwa 10 bis 20 Minuten. Verschiedene Faktoren können diesen Zeitrahmen jedoch verlängern.
Der erste Faktor ist die Auslastung des Bitcoin-Netzwerks, also die Anzahl der gleichzeitig verarbeiteten Transaktionen. Je höher die Aktivität, desto länger die Bestätigungszeit. Die Netzwerkauslastung hängt mit dem zweiten Faktor zusammen: der Anzahl der Miner. Es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Minern, die eine große Menge an Transaktionen verarbeiten und bestätigen.
Ein weiterer Faktor ist der Betrag der Transaktion. Bei hohen Bitcoin-Beträgen durchläuft die Transaktion mehrere Bestätigungen. Eine Peer-to-Peer-Transaktion erfordert immer eine Bestätigung; Exchanges warten in der Regel auf mehrere Bestätigungen, bevor sie das Konto gutschreiben.
Der letzte Faktor sind die Transaktionsgebühren. Transaktionen mit hohen Gebühren werden bevorzugt bearbeitet. Transaktionen mit niedrigen oder keinen Gebühren landen am Ende der Warteschlange. Das ist der häufigste Grund für Bestätigungsverzögerungen.
Für nahezu sofortige Bitcoin-Zahlungen gibt es das Lightning Network, ein Layer-2-Protokoll auf Basis von Bitcoin. Es leitet Zahlungen über Off-Chain-Zahlungskanäle weiter und ermöglicht so schnelle, kostengünstige Transaktionen. Die Abrechnung mit der Bitcoin-Blockchain erfolgt, wenn ein Kanal geschlossen wird.
Transaktionsgebühren erklärt
Das Validieren und Bestätigen jeder Bitcoin-Transaktion obliegt den Minern, die Bitcoin „minen“. Miner bringen neue Bitcoins in Umlauf und tragen sie in das öffentliche Hauptbuch ein. Durch Transaktionsgebühren können Nutzer die Bestätigungszeit beschleunigen. Diese Gebühren sind die Vergütung der Miner.
Die Transaktionsgebühren richten sich nach der Transaktionsgröße in Kilobyte, nicht nach dem Bitcoin-Wert. Die Berechnungsformel umfasst verschiedene Faktoren. Manche Bitcoin-Wallet-Plattformen fügen die Gebühr automatisch jeder Transaktion hinzu. Wenn du Transaktionen selbst erstellst, kannst du die Gebühr manuell eingeben und solltest dich dabei an der Größe deiner Transaktion in Kilobyte orientieren.
Zu niedrige Gebühren erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass deine Transaktion aus dem Mempool fällt. Die Standard-Verfallszeit (-mempoolexpiry) beträgt zwei Wochen. Obwohl Miner diese Einstellung anpassen können, ist es unwahrscheinlich, dass eine seit mehreren Tagen unbestätigte Transaktion noch aufgegriffen wird. Stelle die Gebühr daher von Anfang an hoch genug ein.
Wenn deine Transaktion feststeckt, kannst du sie möglicherweise durch eine neue mit höherer Gebühr ersetzen. Diese Funktion heißt Replace-By-Fee (RBF) und ermöglicht es, dieselbe Transaktion mit einer erhöhten Gebühr neu einzureichen, um sie in der Warteschlange nach vorne zu rücken. Nicht alle Wallets unterstützen RBF, also prüfe die Dokumentation deiner Wallet, bevor du dich darauf verlässt.
Wie viele Bestätigungen braucht eine Bitcoin-Transaktion?
Eine Bestätigung erfolgt jedes Mal, wenn ein neuer Block zur Blockchain hinzugefügt wird, der auf dem Block mit deiner Transaktion aufbaut. Je mehr Bestätigungen eine Transaktion hat, desto schwieriger wird es, sie rükgängig zu machen.
Die erforderliche Anzahl an Bestätigungen hängt vom Kontext ab:
- 1 Bestätigung: ausreichend für die meisten Peer-to-Peer-Überweisungen
- 3 Bestätigungen: das Minimum, das die meisten Krypto-Exchanges akzeptieren, bevor sie ein Konto gutschreiben
- 6 Bestätigungen: der allgemein anerkannte Standard, ab dem eine Transaktion als unumkehrbar gilt
- Mehr als 6: manchmal erforderlich für sehr große Überweisungen oder institutionelle Transaktionen
Da das Minen eines Blocks im Bitcoin-Netzwerk etwa 10 Minuten dauert, beanspruchen 6 Bestätigungen rund 60 Minuten. Deshalb kann die endgültige Bestätigung großer Bitcoin-Überweisungen mehr als eine Stunde dauern.
Was kann ich mit der Transaktions-ID tun?
Jede Bitcoin-Transaktion erzeugt einen eindeutigen Bezeichner, die Transaktions-ID. Dieser Bezeichner ist 32 Byte bzw. 64 hexadezimale Zeichen lang. Er dient dazu, die Transaktionsdaten zu bestätigen, ohne vertrauliche Informationen preiszugeben. Er wird auch Hash genannt: eine Folge alphanumerischer Zeichen.
Eine Bitcoin-Transaktion kann über den Bitcoin-Explorer anhand der Transaktions-ID gesucht werden. Dabei werden folgende Informationen angezeigt:
- Gesendeter Betrag
- Transaktionsdatum
- Sende- und Empfangsadresse
- Anzahl der Netzwerkbestätigungen der Transaktion
Der Hash ist auch hilfreich, wenn jemand Geld an die falsche Adresse gesendet hat. Auch wenn die Chancen gering sind, kann die Transaktions-ID dabei helfen, den gesendeten Betrag nachzuverfolgen.
Bitcoin-Transaktionen ähneln Banküberweisungen von einem Konto auf ein anderes, sind aber komplexer als es scheint. Wer Transaktionskomponenten, Gebühren, Bestätigungen und die Transaktions-ID versteht, kann sicher und reibungslos mit Bitcoin handeln.
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