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Ape (aping)

Apen beziehungsweise "ape in" (auch "aping") beschreibt den schnellen Kauf einer Kryptowährung oder NFT in großer Menge, meist ohne oder mit nur wenig vorheriger Recherche, getrieben von Hype oder der Angst, eine Rally zu verpassen.

Der Ausdruck existierte schon vor Krypto. Er stammt aus dem Satz "Apes together strong" aus einem Planet-der-Affen-Film, den die Reddit-Community WallStreetBets um 2019 bis 2020 als Kampfruf für Kleinanleger übernahm, die massenhaft in Meme-Aktien einstiegen. Die Idee, dass unraffiniertes, aber vereintes Handeln Märkte bewegen kann, wanderte während des DeFi-Booms 2020 in die Krypto-Handelsszene, wo "aping into" bei einem neuen Token zum Standardbegriff dafür wurde, sofort beim Launch einzusteigen. Der Begriff wird oft fälschlicherweise auf die Bored Ape Yacht Club NFT-Kollektion zurückgeführt, doch dieses Projekt startete erst 2021, nachdem sich der Slang in Trading-Foren längst etabliert hatte.

In der Praxis ist Apen eng mit der Degen-Trading-Kultur verknüpft und steht im Gegensatz zu "DYOR" (do your own research). Angetrieben wird es meist durch FOMO: Man sieht den Kurs eines Tokens auf Social Media steigen und kauft hastig, bevor er weiter klettert, ohne Team, Tokenomics oder Contract-Audit zu prüfen.

Weil Apen die Due Diligence überspringt, birgt es überdurchschnittliches Risiko. Häufige Folgen sind Rug Pulls, dünne Liquidität, die den Ausstieg teuer macht, plötzlich abflauender Hype und regelrechte Shitcoins ohne echten Nutzen. Manche Trader verwenden "ape" auch weiter gefasst, um eine überdimensionierte Position im Verhältnis zum Gesamtportfolio zu bezeichnen, selbst bei einem etablierten Asset, statt nur unüberlegtes Kaufen in einem brandneuen Projekt zu meinen.