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Shitcoin

Der Begriff geht auf den Altcoin-Boom von 2013 bis 2017 zurück, als tausende neue Token auf Basis von kaum mehr als einem Whitepaper und einem Versprechen an den Start gingen. Trader begannen, die schlechtesten davon "Shitcoins" zu nennen: eine schlichte Wortverschmelzung aus "shit" und "coin", die sich als Community-Slang durchgesetzt hat, nicht als formale Finanzkategorie. Anders als Altcoin, das lediglich jede Kryptowährung außer Bitcoin bezeichnet, ist Shitcoin immer eine Beleidigung und vollkommen subjektiv.

In der Praxis erhalten Projekte dieses Label, wenn sie kaum echten Nutzen bieten, ein anonymes oder unbewiesenes Team haben, kopierten Code verwenden oder eine Tokenomics-Struktur besitzen, die einzig darauf ausgelegt ist, frühe Halter zu bereichern. Viele werden in wenigen Minuten auf permissionless Plattformen zur Token-Erstellung gestartet und über aggressiven Social-Media-Hype statt echte Produktentwicklung vermarktet. Da die Supply oft in wenigen Wallets konzentriert und die Liquidität gering ist, lässt sich der Preis schnell nach oben treiben und anschließend an spätere Käufer abladen, ein Kreislauf, der eng mit Pump and Dump-Schemata verbunden ist. SafeMoon und der an Squid Game angelehnte SQUID-Token gelten als häufig genannte Beispiele aus der Praxis: Beide schossen dank Hype und Marketing in die Höhe und brachen ein, sobald Insider verkauften, wobei die Gründer von SafeMoon später in den USA wegen Betrugs angeklagt wurden.

Nicht jeder billige oder als Scherz gedachte Token ist für immer wertlos, und manche Memecoin-Projekte bauen trotz ihres parodistischen Ursprungs dauerhafte Communities auf. Doch das Label bleibt eine nützliche Faustregel für die zusätzliche Vorsicht, die billige, hype-getriebene Token verdienen: vor dem Kauf Team, Vertragsrechte und die Konzentration der Halterbasis prüfen.