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Rugpull

Rugpulls lassen sich meist in zwei grobe Muster einteilen. Ein harter Rugpull ist von Anfang an bewusst bösartig angelegt: Die Entwickler bauen eine versteckte Funktion in den Smart Contract des Tokens ein, etwa eine Verkaufssperre, die nur ihre eigenen Wallets umgehen können, und cashen aus, sobald der Preis ausreichend gestiegen ist. Ein weicher Rugpull verläuft langsamer: Das Team hält den Schein aufrecht, postet Updates, erzeugt Hype in sozialen Medien und liefert sogar kleinere Features, bevor es seine Bestände schrittweise abstößt und das Projekt still und leise aufgibt.

Auf dezentralen Exchanges dreht sich der Mechanismus meist um den Liquidity Pool, über den ein neuer Token gegen ETH, SOL oder einen Stablecoin gehandelt werden kann. Wurde diese Liquidität nie gelockt oder verbrannt, können die Ersteller sie in einer einzigen Transaktion abziehen, wodurch der Token sofort wertlos wird, obwohl er weiterhin in den Wallets der Halter liegt. Ein bekanntes historisches Beispiel ist der Squid Game Token, der 2021 durch Hype stark stieg, bevor der Contract normale Halter am Verkauf hinderte und das Team den Pool leerte.

  • Prüfen, ob Liquidität gelockt (idealerweise 6-12 Monate) oder dauerhaft verbrannt ist, und nicht nur für einen verdächtig kurzen Zeitraum "gelockt".
  • Vorsicht bei anonymen Teams, ungeprüften Contracts und Verkaufsfunktionen, die vor dem Launch nie getestet wurden.
  • Achtung bei Tokens, die im Grunde ein gewöhnlicher Exit Scam sind, nur mit Marketing statt echtem Produkt verpackt.

Rugpulls gehören weiterhin zu den häufigsten Betrugsformen in DeFi- und Meme-Coin-Märkten und verursachen kumulierte Anlegerverluste in Milliardenhöhe.