Metadata beschreibt nicht nur NFTs, sondern spielt in Blockchain-Systemen allgemein eine Rolle: Sie kennzeichnet die Felder, die zu einem Block, einer Transaktion oder einem Stück Token-Daten gehören, damit Wallets, Explorer und Marktplätze die rohen Bytes korrekt interpretieren können, statt sie als bedeutungslosen Code anzuzeigen.
Bei einem Non-Fungible Token (NFT) ist Metadata meist eine JSON-Datei, auf die die on-chain gespeicherte tokenURI verweist. Sie enthält Name, Beschreibung, Bildlink und Attribute des Assets, die Marktplätze auslesen, um Angebotsseiten und Rarity-Rankings zu erstellen. Da das direkte Speichern großer Dateien on-chain teuer ist, lagern die meisten Projekte diese JSON-Datei sowie verknüpfte Bilder oder Videos off-chain aus, häufig auf IPFS oder Arweave, während der Smart Contract selbst nur einen kurzen, inhaltsadressierten Verweis speichert. Genau dieser Verweis, und nicht eine gewöhnliche veränderbare Web-URL, macht die Metadata manipulationssicher: Wird die zugrunde liegende Datei verändert, ändert sich auch ihr IPFS-Hash, wodurch die Verknüpfung bricht und der Austausch sichtbar wird.
Auch auf Transaktionsebene taucht Metadata auf. Netzwerke wie Stellar, Cosmos und Ripple unterstützen Memo- oder Tag-Felder, damit zentrale Exchanges Einzahlungen, die an einer einzigen gemeinsamen Wallet-Adresse eingehen, dem richtigen Kundenkonto zuordnen können. Der OP_RETURN-Opcode von Bitcoin erlaubt es, eine kleine Menge frei wählbarer Metadata direkt in eine Transaktion zu schreiben, etwa für Tagging, Zeitstempel oder Proof-of-Existence.
Da ein erheblicher Teil der NFT-Metadata weiterhin auf gewöhnlichen zentralen Servern statt auf dezentralem Speicher liegt, tragen Käufer ein reales Risiko: Verschwindet der Host, kann der Token selbst on-chain weiterbestehen, während das Artwork oder die Attribute, die er eigentlich beschreiben sollte, einfach verloren gehen.