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Nocoiner

Über das bloße Fehlen von Coins in einer Wallet hinaus, verkörpert ein Nocoiner eine bestimmte Haltung: die pauschale Ablehnung des Werts oder der Zukunft von Krypto, oft verbunden mit der Überzeugung, die Branche sei eine Blase, ein Betrug, oder beides. Das Wort verbindet "no" mit "coiner," einer Bezeichnung aus der Krypto-Community für jemanden, der die Assetklasse unterstützt, und kehrt deren Bedeutung um.

Der Begriff tauchte um 2017 herum auf Twitter und in Krypto-Foren auf, während des ersten großen Kursanstiegs von Bitcoin, und wurde noch im selben Jahr in Urban Dictionary aufgenommen. Geprägt wurde er von Bitcoin-Haltern als Spitze gegen Kritiker, insbesondere gegen jene, die schon früh von der Technologie gehört, sie abgetan und den Kurs später ohne sich steigen sehen hatten. Statt dies als Bedauern darzustellen, beharren viele Nocoiner öffentlich auf ihrer Position und behaupten, es gebe überhaupt keinen legitimen Anwendungsfall. Genau das unterscheidet einen Nocoiner von einem gewöhnlichen Skeptiker oder jemandem, der schlicht noch nicht zum Kauf gekommen ist.

Prominente Finanzfiguren, die Kryptowährungen öffentlich kritisiert haben, werden von der Community häufig als Nocoiner genannt. Das Label wurde auch teilweise zurückerobert: Manche Kritiker tragen es inzwischen mit Stolz, als Grundsatzaussage statt als Beleidigung. Andere geben ihre Position während großer Rallys still auf, ein Wandel, der in Krypto-Kreisen oft als Kapitulation vor FOMO verspottet wird. Nicht jeder befürwortet den Begriff; manche argumentieren, er schüre unnötigen Tribalismus zwischen Krypto-Befürwortern und Skeptikern.