Das Konzept geht auf ein wissenschaftliches Paper aus dem Jahr 1985 der Kryptografen Shafi Goldwasser, Silvio Micali und Charles Rackoff zurück, die als Erste die Idee formalisierten, dass ein Beweis einen Verifizierer überzeugen kann, ohne dabei mehr Wissen preiszugeben als die Wahrheit der Aussage selbst. In der Praxis erfüllt ein gültiger zero-knowledge proof drei Eigenschaften: Vollständigkeit (eine wahre Aussage lässt sich stets beweisen), Korrektheit (eine falsche Aussage kann nicht fälschlich bewiesen werden, außer mit vernachlässigbarer Wahrscheinlichkeit) und Zero-Knowledge (der Verifizierer erfährt sonst nichts über die zugrunde liegenden Daten).
Zwei Implementierungsfamilien dominieren heute den Einsatz in der Blockchain. zk-SNARKs erzeugen sehr kleine, günstig zu verifizierende Proofs, sind aber meist auf eine einmalige Trusted-Setup-Zeremonie und Elliptic-Curve-Kryptografie angewiesen, die nicht quantenresistent ist. zk-STARKs verzichten auf jegliches Trusted Setup, stützen sich nur auf Hashfunktionen und gelten als quantenresistent, allerdings auf Kosten größerer Proof-Umfänge. Beide erlauben es einem Netzwerk zu bestätigen, dass eine Berechnung, etwa eine Überweisung, den Regeln folgte, dass Inputs den Outputs entsprechen und kein Double-Spend stattfand, ohne Sender, Empfänger oder Betrag offenzulegen.
- Privatsphäre: Shielded Transactions bei Netzwerken wie Zcash verbergen Wallet-Adressen und Transaktionswerte, bleiben dabei aber überprüfbar.
- Skalierung: zk-Rollups bündeln Tausende Transaktionen off-chain und reichen einen einzigen kompakten Proof auf einer Basisebene wie Ethereum ein, was Gebühren und Bestätigungszeiten senkt.
- Identität: Ein Nutzer kann eine Berechtigung nachweisen, etwa ein Mindestalter oder ausreichendes Guthaben, ohne das zugrunde liegende Dokument oder den Kontostand preiszugeben.
Die wichtigsten Kompromisse sind der Rechenaufwand für den Prover, zusätzliche Protokollkomplexität und, bei SNARK-basierten Systemen, die Abhängigkeit von der Integrität des ursprünglichen Trusted Setups.