
Bitinka
Custodial-Web-Wallet mit Fiat-Gateway und Coin-Konverter
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Was ist Bitinka?
Bitinka war eine Kryptobörse und Software-Wallet für lateinamerikanische Märkte, gegründet 2013 von Roger Gabriel in Lima, Peru. Das Unternehmen wurde als Bitinka Limited in Hongkong eingetragen und wuchs zu einer Plattform heran, die in mehr als 40 Ländern tätig war, mit Büros in Peru, Argentinien, Brasilien, Spanien, Paraguay und Mexiko. Es positionierte sich als Brücke zwischen lokalen Fiatwährungen und internationalen Kryptomärkten und bot lokalisierte Zahlungsmethoden sowie Bankintegrationen an, die auf die jeweiligen lateinamerikanischen Länder zugeschnitten waren.
Die Plattform unterstützte über 40 Kryptowährungen in mehr als 64 Handelspaaren. Nutzer konnten Konten über lokale Banksysteme aufladen und hatten Zugang zu mehr als 200.000 Aufladepunkten auf fünf Kontinenten. Die Mindesttransaktionsgröße betrug 0,005 BTC, um die Einstiegshürde für Krypto-Einsteiger zu senken. Bitinka betrieb außerdem Inkapay, ein auf Blockchain basierendes Zahlungsgateway, das günstige internationale Zahlungen und Überweisungen für Privatpersonen und kleine Unternehmen in der Region ermöglichen sollte.
Auf dem Höhepunkt gab Bitinka an, über 500.000 verifizierte Nutzer zu haben und täglich rund 15.000 Transaktionen zu verarbeiten. Die Plattform war über eine Web-Wallet und mobile Apps zugänglich, mit sowohl verwalteten als auch nicht verwalteten Kontooptionen. Die Handelsgebühren für Maker und Taker betrugen 0,50 %. Bitinka gab nie einen eigenen Börsen-Token aus.
Die Plattform häufte im Laufe ihrer Betriebsjahre eine erhebliche Anzahl schwerwiegender Nutzerbeschwerden an, darunter Berichte über Verzögerungen bei Auszahlungen, unzugängliche Guthaben und nicht erreichbaren Support. Nutzer in Argentinien und Spanien organisierten kollektive Klagen unter Berufung auf erhebliche Verluste, obwohl kein formelles Insolvenzverfahren öffentlich bestätigt wurde. Die Website von Bitinka ging im Dezember 2024 offline und wurde nicht wiederhergestellt. Nutzer, die bei der Schließung noch Konten oder Guthaben auf der Plattform hielten, wurden darauf hingewiesen, Verbraucherschutzstellen in ihrer Rechtsprechung zu kontaktieren, da über öffentlich zugängliche Quellen keine offizielle Erklärung zur dauerhaften Schließung gefunden werden konnte.
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