Wie funktioniert der OTC-Handel mit Kryptowährungen?

How Does Crypto OTC Trading Work?

Krypto-OTC (Over‑the‑Counter)-Handel ist der Marktplatz hinter den Kulissen, auf dem große Krypto-Transaktionen privat abgewickelt werden, anstatt auf öffentlichen Börsen zu erscheinen. Während sich reguläre Börsen gut für den täglichen Handel eignen, werden sie bei der Abwicklung von Transaktionen im Millionenbereich ineffizient. Große Aufträge können Kursbewegungen auslösen, verschiedene Kursniveaus durchbrechen oder unerwünschte Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Hier setzt der OTC-Handel an und bietet tiefere Liquidität, größere Preisstabilität und eine diskrete Ausführung für hochvolumige Trades.

Beim OTC-Handel handeln zwei Parteien Krypto-Assets direkt miteinander – über einen Broker, ein Trading Desk oder eine institutionelle Plattform –, ohne Orders in ein öffentliches Orderbuch einzustellen. So bleiben Transaktionen diskret, der Markteinfluss wird reduziert und die Preisfindung erfolgt durch Verhandlung statt durch die Echtzeit-Bewertung der Börse.

OTC-Handel wird häufig von Hedgefonds, Kryptofirmen, Minern, High-Net-Worth Individuals (HNWIs), Market Makern, Zahlungsdienstleistern und Unternehmen mit größerer Kassenverwaltung genutzt. In vielerlei Hinsicht ist er zu einer zentralen Liquiditätssäule neben zentralisierten Börsen (CEXs) und dezentralisierten Börsen (DEXs) geworden.

Wie läuft der OTC-Trading-Prozess ab?

Zwar hat jede Plattform ihren eigenen Ansatz, doch folgen die meisten OTC-Transaktionen einem strukturierten Ablauf, der dazu dient, Risiken zu minimieren und eine reibungslose Abwicklung sicherzustellen.

Das Ziel ist es, die Transaktion privat, vollständig und ohne Beeinflussung der Marktpreise abzuschließen.

Schritt-für-Schritt-Erklärung

  1. Handelsanfrage
    Ein Kunde wendet sich mit Handelsdetails, gewünschtem Asset, Volumen und Preisrahmen an ein OTC-Desk.
  2. Kursstellung & Verhandlung
    Das Desk gibt ein Angebot ab, meist mit kurzer Gültigkeit.
    Beide Parteien verhandeln bis zum bestätigten Endpreis.
  3. Ausführung & Liquiditätsbeschaffung
    Das Desk füllt den Auftrag über:
    • interne Reserven
    • Partner-Liquiditätsnetzwerke
    • andere OTC-Gegenparteien
  4. Abwicklung & Auslieferung
    Die Abwicklung erfolgt z. B. über:
    • Fiat-Banküberweisung
    • Stablecoins
    • Verwahrkonten
    • treuhandgeschützte Transfers
  5. Post-Trade-Reporting (falls zutreffend)
    Institutionelle Desks können Handelsbelege, Prüfberichte oder aggregierte Volumenausweise bereitstellen.

Durch diese Vorgehensweise können große Trades in einem Ticket abgewickelt werden, statt auf mehrere Börsenorders gestückelt zu werden.

Arten von OTC-Desks und Handelsmodellen

Je nachdem, wie Risiken gehandhabt werden und wie die Ausführung erfolgt, unterscheiden sich OTC-Handelsmodelle.

Principal OTC Desks

Das Desk handelt mit eigenem Kapital und übernimmt im Verlauf der Ausführung das Marktrisiko.
Dieses Modell ist üblich bei:

  • Hedgefonds
  • Unternehmens-Treasuries
  • Minern, die ihre Rewards liquidieren

Kunden profitieren von schneller Ausführung und festen Preisen.

Agency OTC Desks

Das Desk setzt kein eigenes Kapital ein.
Stattdessen bringt es Käufer und Verkäufer zusammen und erhebt eine Gebühr.

Im Vordergrund stehen hier:

  • Preistransparenz und -findung
  • Matching der Gegenparteien
  • Brokerage-ähnliche Ausführung

Broker-gestützte OTC-Plattformen

Broker koordinieren Trades über Netzwerke von Liquiditätsanbietern und ermöglichen:

  • wettbewerbsfähige Preisstellung
  • Zugang zu tiefer Liquidität
  • flexible Abwicklungsoptionen

Sie unterstützen zudem bei Compliance, Onboarding und Auswahl der Gegenparteien.

P2P OTC-Handel

Einige OTC-Geschäfte finden direkt zwischen Privatparteien statt, häufig unter Nutzung von Treuhandservices.
Dieses Verfahren ist flexibel, verlangt aber mehr Vertrauen, Risikoanalysen und Sorgfalt.

Warum nutzen Trader OTC statt öffentlicher Börsen?

Beim OTC geht es nicht nur um große Beträge, sondern auch um Kontrolle, Diskretion und Ausführungsqualität.
Große öffentliche Trades können Märkte bewegen, Slippage auslösen oder Spekulationen nach sich ziehen.

OTC-Handel hilft Tradern dabei:

  • Kursverwerfungen durch große Aufträge zu vermeiden
  • diskret zu handeln, ohne Absichten offen zu legen
  • individuelle Preise und Zeitpläne zu verhandeln
  • Zugang zu tieferen Liquiditätspools zu erhalten
  • Teilausführungen und Fragmentierung zu reduzieren

Gerade bei Treasury-Management, Fondsallokation oder institutionellem Portfoliobalancing, wo Stabilität und Diskretion entscheidend sind, ist diese Handelsform besonders wertvoll.

Risiken und Herausforderungen, die zu beachten sind

Trotz deutlicher Vorteile birgt der OTC-Handel eigene Herausforderungen.

Typische Risiken sind:

  • Gegenparteirisiko — eine Partei könnte die Abwicklung nicht einhalten
  • Regulatorische Unterschiede zwischen Regionen
  • operative Sicherheitsrisiken in unregulierten Märkten
  • begrenzte Preistransparenz gegenüber Börsen

Zur Risikosteuerung setzen professionelle OTC-Desks heute auf:

  • KYC/AML-Compliance
  • segregierte Verwahrung
  • Multi-Sig-Wallet-Kontrollen
  • On-Chain-Provenienzprüfung
  • Treuhand- oder Tri-Party-Abwicklungsmodelle

Seriöse Partner und lizenzierte Plattformen sind für die Durchführung großer Geschäfte unerlässlich.

Wer nutzt typischerweise OTC-Handel?

OTC-Handel ist im institutionellen Krypto-Ökosystem weit verbreitet, u. a. bei:

  • Asset Managern und Hedgefonds
  • ETF-Emittenten und Liquiditätsanbietern
  • Kryptominer und Infrastrukturunternehmen
  • Unternehmens-Treasurern und Fintech-Firmen
  • Family Offices und vermögenden Privatpersonen
  • Zahlungsdienstleistern und Remittance-Betreibern
  • Market Makern, die Bestände ausgleichen

Diese Teilnehmer setzen auf OTC, weil sie Folgendes benötigen:

  • Effizienz im großen Maßstab
  • verlässliche Ausführung
  • Vertraulichkeit
  • flexible Settlement-Strukturen

OTC bildet die professionelle Handelsschicht, bei der Größe, Timing und Präzision höher gewichtet werden als ultraschnelle Börsen-Ausführung.

Institutionelles Liquiditätszentrum

Der Krypto-OTC-Handel hat sich von einem Nischensegment zu einem zentralen Liquiditätszentrum entwickelt, welches institutionelle Akteure unterstützt und umfassende Kryptotransaktionen ermöglicht. Durch diskrete, effiziente Ausführung mit minimalem Markteinfluss tragen OTC-Desks maßgeblich zur Stabilität des Marktes bei und ermöglichen große Bewegungen im Hintergrund.

Für alle, die größere Volumina bewegen – ob Kapitalallokation, Treasury-Management oder strategische Portfolioanpassungen –, bietet OTC-Handel eine kontrollierbare und individuell anpassbare Alternative zum klassischen Börsenhandel.

 

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Krypto-OTC-Handel ermöglicht Institutionen, große Kryptotransaktionen vertraulich und ohne Marktbewegung auszuführen. Mehr Liquidität, individuelle Preise, Diskretion.

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