Ein Affiliate-Link ist der Mechanismus hinter fast jedem "Lade einen Freund ein und verdiene"-Programm in der Krypto-Welt. Jeder Teilnehmer erhält eine persönliche URL oder einen Referral-Code mit einer eindeutigen Kennung, sodass das Plattform, wenn jemand darauf klickt, sich anmeldet und eine qualifizierende Aktion ausführt, den neuen Nutzer auf die Person zurückführen kann, die den Link geteilt hat.
Technisch wird die Kennung meist als URL-Parameter, Tracking-Cookie oder serverseitige Click-ID gespeichert, die während des Anmeldevorgangs mit dem Besucher verknüpft bleibt. So kann eine Exchange oder Plattform eine spätere Einzahlung, einen Trade oder eine KYC-Verifizierung dem ursprünglichen Klick zuordnen, auch wenn zwischen beiden Ereignissen Tage liegen. Cookie-basiertes Tracking ist weniger zuverlässig geworden, da Browser Third-Party-Cookies zunehmend einschränken, weshalb sich viele Programme heute stärker auf serverseitigen Abgleich oder einfache, manuell bei der Anmeldung eingegebene Referral-Codes stützen.
Krypto-Exchanges, Wallet-Anbieter und Kreditplattformen betreiben Affiliate-Programme, um günstig neue Nutzer zu gewinnen und gleichzeitig bestehende Kunden zu belohnen. Die Auszahlungsstrukturen unterscheiden sich stark: ein fester Bonus pro Anmeldung, ein Prozentsatz der Handelsgebühren des geworbenen Nutzers über einen begrenzten Zeitraum, oder ein lebenslanger Revenue-Share, der an dessen fortlaufende Aktivität gekoppelt ist. Belohnungen werden meist in Form des nativen Tokens der Plattform, eines Stablecoins oder in Fiatgeld ausgezahlt.
Affiliate-Links unterscheiden sich von einem Airdrop oder einem Bounty-Programm, die konkrete Aufgaben belohnen statt fortlaufenden Empfehlungsverkehr. Bevor Nutzer einen Link teilen, sollten sie die Bedingungen eines Programms prüfen, denn Plattformen schränken bezahlte Werbung oder Spam mit Referral-Links häufig ein und können Belohnungen bei Missbrauch widerrufen.