Confirmation bezeichnet den Prozess, mit dem ein Netzwerk Block für Block immer wieder beweist, dass eine Transaktion tatsächlich dauerhaft zur Blockchain gehört. Die erste Confirmation entsteht in dem Moment, in dem eine Transaktion in einen Block aufgenommen wird, den Miner oder Validatoren akzeptieren; jeder weitere darauf gebaute oder finalisierte Block bringt eine zusätzliche Confirmation, wodurch die Transaktion immer schwerer rückgängig zu machen ist.
Bei Proof-of-Work-Ketten wie Bitcoin sind Confirmations probabilistisch: Die Geschichte umzuschreiben würde bedeuten, das ehrliche Netzwerk mit mehr Rechenleistung zu überholen, was mit jedem weiteren Block exponentiell unwahrscheinlicher wird. Die alte Faustregel lautete sechs Confirmations (bei Bitcoins Blockzeit von zehn Minuten also rund eine Stunde), bevor eine Zahlung als endgültig gilt, eine Zahl, die einen 51%-Angriff statistisch vernachlässigbar machen sollte. In der Praxis rechnen die meisten Börsen Einzahlungen heute schon nach ein bis drei Confirmations bei alltäglichen Beträgen an und verlangen strengere Schwellenwerte nur bei großen Überweisungen.
Proof-of-Stake-Netzwerke gehen anders vor. Ethereum etwa verlässt sich nicht allein auf Wahrscheinlichkeit: Validatoren stimmen in jeder Epoch über Checkpoint-Blöcke ab, und sobald sich zwei Drittel des gestakten ETH über zwei Epochs einig sind (rund 13 Minuten), gilt der Block als wirtschaftlich finalisiert. Das bedeutet, dass ein Rückgängigmachen die Vernichtung eines riesigen Anteils des gesamten gestakten Ethers erfordern würde.
Solange eine Transaktion nicht genug Confirmations hat, bleibt sie anfällig für einen zero confirmation transaction Double-Spend-Versuch. Deshalb warten Wallets, Händler und Börsen auf eine Mindestanzahl, die zum Betrag und Risiko passt, bevor sie Guthaben gutschreiben.