Dollar-Cost Averaging verteilt eine Gesamtinvestition auf gleich große, terminierte Käufe, anstatt alles in einer einzigen Transaktion einzusetzen. Ein Trader, der zum Beispiel eine Position von 1.200 Dollar aufbauen möchte, kauft vielleicht ein Jahr lang jede Woche für 100 Dollar eines Assets, statt den gesamten Betrag auf einmal zu investieren, unabhängig davon, ob der Preis in dieser Woche höher oder niedriger als zuvor steht.
Die Technik ist in der Kryptowelt beliebt, weil Preise innerhalb weniger Tage stark schwanken können und kaum ein Trader einen Boden zuverlässig erkennen kann. Durch den Kauf nach einem festen Zeitplan erwirbt ein Anleger automatisch mehr Einheiten, wenn die Volatilität den Preis nach unten drückt, und weniger, wenn er steigt, was den durchschnittlichen Einstiegspreis über die Zeit glättet und den Druck nimmt, den Markt perfekt zu timen.
Die meisten großen Exchanges bieten dies mittlerweile nativ über Recurring-Buy- oder Auto-Invest-Funktionen an, mit denen Nutzer wöchentliche, zweiwöchentliche oder monatliche Käufe von Bitcoin oder anderen Assets über eine verknüpfte Zahlungsmethode einplanen können. Historische Backtests zeigen in der Regel, dass langfristiges DCA in Bitcoin über die meisten mehrjährigen Zeiträume positive Renditen erzielt hat, wenngleich es typischerweise schlechter abschneidet als eine Einmalanlage kurz vor einer starken Rally.
DCA schützt nicht vor einem echten langfristigen Rückgang und funktioniert am besten bei Assets, von denen ein Anleger bereits überzeugt ist, denn verteilte Käufe in einen Coin, der letztlich scheitert, führen trotzdem zu Verlusten. In Krypto-Communities wird der Begriff auch lockerer verwendet, um das Nachkaufen eines Coins nach einem starken Rückgang zu beschreiben, wodurch er mit einfachem Averaging Down verschwimmt.