Ein Dip ist ein kurzfristiger Preisrückgang eines Assets, wie einer Kryptowährung, Aktie oder eines Rohstoffs, dem in der Regel eine Erholung auf das vorherige Niveau oder darüber folgt. Dips treten täglich in allen Märkten auf; im Kryptomarkt sind sie aufgrund hoher Volatilität, geringerer Liquidität und schneller Stimmungswechsel besonders häufig. Die bekannte Strategie Buy the Dip bedeutet, ein Asset zu kaufen, während sein Preis vorübergehend gedrückt ist, und es beim anschließenden Anstieg wieder zu verkaufen. Häufige Auslöser sind Gewinnmitnahmen nach einer Rally, negative Nachrichten wie regulatorische Eingriffe oder Hacks von Exchanges, große Zwangsliquidationen gehebelter Positionen sowie technische Zurückweisungen an wichtigen Widerstandsniveaus.
Die Herausforderung besteht darin, dass ein Dip im Nachhinein offensichtlich wirkt, in Echtzeit jedoch schwer zu erkennen ist. Ein starker Rückgang kann ein vorübergehender Rücksetzer sein, aber genauso den Beginn eines anhaltenden Abwärtstrends markieren. Trader nutzen technische Werkzeuge wie RSI, MACD, Bollinger Bänder und Unterstützungszonen, um zu bestätigen, ob eine Erholung wahrscheinlich ist. Fundamentale Analyse, etwa ob ein Asset weit unter seinem geschätzten inneren Wert gehandelt wird, liefert eine zweite Bestätigungsebene. Risikomanagement ist entscheidend: Positionsgrößen kontrollieren, schrittweise einsteigen und einen Stop-Loss unterhalb des letzten Swing-Lows setzen begrenzen Verluste, falls die These sich als falsch erweist. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem vollständigen Artikel zum Thema.