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Correction

Eine Korrektur ist ein Preisrückgang, der auf eine Phase anhaltender Kursgewinne (oder, seltener, Verluste) folgt, weil Trader Gewinne mitnehmen und die Dynamik vorübergehend umschlägt. Die meisten Analysten definieren eine Korrektur als einen Rückgang von etwa 10 bis 20 Prozent gegenüber einem jüngsten Hoch, doch da Kryptomärkte deutlich volatiler sind als traditionelle Aktienmärkte, können Korrekturen bei Bitcoin und Altcoins bis zu 30 Prozent erreichen, ohne dass dies zwangsläufig einen langfristigen Trendwechsel bedeutet.

Korrekturen entstehen, weil sich kein Vermögenswert in einer geraden Linie nach oben oder unten bewegt. Steigt der Preis eines Coins, verkaufen frühe Halter und kurzfristige Trader einen Teil ihrer Position, um Gewinne zu realisieren, was die Nachfrage abkühlt und den Preis auf ein tragfähigeres Niveau zurückbringt. Der gleiche Mechanismus wirkt umgekehrt nach einem scharfen Kursrückgang, wenn Leerverkäufer ihre Positionen durch Rückkauf schließen und so eine Erholung auslösen. Auf gehebelten Kryptomärkten kann sich eine Korrektur schnell beschleunigen: Fallende Preise lösen Stop-Loss-Orders und Zwangsliquidationen gehebelter Positionen aus, was innerhalb weniger Minuten zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugt.

Ein bekanntes Beispiel ereignete sich 2021, als Bitcoin im April ein Allzeithoch von knapp 64.000 US-Dollar erreichte und innerhalb eines Monats auf rund 30.000 US-Dollar korrigierte, ein Rückgang von mehr als 50 Prozent, den viele Trader dennoch als Korrektur innerhalb eines laufenden Bullenmarkts einstuften und nicht als Beginn eines Bärenmarkts.

Korrekturen gelten allgemein als normaler, gesunder Bestandteil von Marktzyklen und nicht als Warnsignal. Das unterscheidet sie von einem kleineren Dip oder einem langanhaltenden Bärenmarkt, der einen anhaltenden Abwärtstrend über mehrere Monate widerspiegelt.