Fiat-Geld ist eine von der Regierung ausgegebene Währung ohne inneren Wert. Ihr Wert ist nicht an Gold oder Silber gebunden, sondern beruht ausschließlich auf dem Vertrauen in die ausgebende Regierung oder Zentralbank. Das Wort "Fiat" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "per Dekret." Regierungen erklären per Gesetz, dass ihre Währung gesetzliches Zahlungsmittel ist. Historisch gesehen trat Fiat-Geld erstmals um 1000 n. Chr. in China auf und wurde im 20. Jahrhundert zum globalen Standard, als Länder den Goldstandard aufgaben.
Zentralbanken steuern die Geldmenge durch Währungsausgabe und Zinssatzfestlegung, was Regierungen leistungsstarke Instrumente zur Wirtschaftssteuerung gibt. Bei Abschwüngen können sie die Geldmenge ausweiten, um Ausgaben anzukurbeln; bei hoher Inflation schränken sie sie ein. Diese Flexibilität ist Fiat-Geldes größte Stärke, aber auch sein größtes Risiko: Ohne physische Begrenzung kann übermäßige Ausgabe die Kaufkraft aushöhlen und in extremen Fällen Hyperinflation auslösen, wie in der Weimarer Republik und Simbabwe. Im Vergleich zu Kryptowährungen wird Fiat-Geld zentral kontrolliert und im Alltag weit akzeptiert, während Krypto dezentralisiert ist und ein festes maximales Angebot hat. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem vollständigen Artikel zu Fiat-Geld.