Kryptowährung entstand im Januar 2009, als der pseudonyme Satoshi Nakamoto Bitcoin startete und damit ein Whitepaper aus dem Jahr 2008 in das erste funktionierende Peer-to-Peer-Digitalgeld umsetzte. Statt von einer Zentralbank ausgegeben zu werden, wird eine Kryptowährung von einem verteilten Netzwerk aus Computern erzeugt und verwaltet, die alle übereinstimmende Kopien eines gemeinsamen Kontobuchs führen: die Blockchain. Eigentum wird über ein kryptografisches Schlüsselpaar nachgewiesen: eine öffentliche Adresse, an die jeder senden kann, und ein Private Key, den nur der Inhaber besitzt, um Ausgaben zu autorisieren.
Netzwerke einigen sich über einen Konsensmechanismus darauf, welche Transaktionen gültig sind. Bitcoin und einige ältere Coins setzen auf Proof-of-Work-Mining, während die meisten neueren Netzwerke, darunter Ethereum seit 2022, Proof-of-Stake nutzen, bei dem Validatoren Coins hinterlegen, statt Strom zu verbrauchen, um die Chain abzusichern. Ein "Coin" läuft in der Regel auf einer eigenen Blockchain, etwa Bitcoin oder Ether, während ein Token auf einer bestehenden Blockchain ausgegeben wird, wie die Tausenden ERC-20-Token auf Ethereum.
Mittlerweile werden Zehntausende Kryptowährungen an Exchanges gehandelt, wobei die überwiegende Mehrheit aller jemals geschaffenen Coins und Token gescheitert oder aufgegeben wurde. Bitcoin vereint weiterhin rund die Hälfte des gesamten Kryptomarktwerts auf sich, was seine Rolle als Reserve-Asset der Branche widerspiegelt. Die Akzeptanz unterscheidet sich stark von Land zu Land: Nur El Salvador und die Zentralafrikanische Republik haben Bitcoin je den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels verliehen, während die meisten Regierungen Krypto stattdessen als Eigentum oder Finanzinstrument regulieren statt als offizielles Geld. Volatilität, Verwahrungsrisiken und sich wandelnde Regulierung bleiben die wichtigsten Punkte, die es bei Besitz oder Nutzung von Kryptowährungen zu beachten gilt.