Ein Light Node ist ein abgespeckter Teilnehmer in einem Blockchain-Netzwerk, der Unabhängigkeit gegen Geschwindigkeit und geringen Ressourcenverbrauch eintauscht. Statt wie ein Full Node jeden Block und jede Transaktion zu speichern, lädt er nur Block-Header herunter: kompakte Zusammenfassungen mit Zeitstempel, dem Hash des vorherigen Blocks und einem Merkle Root, und verlässt sich auf Full Nodes für alle benötigten Transaktionsdaten.
Der Ansatz geht auf die Simplified Payment Verification zurück, beschrieben im ursprünglichen Bitcoin Whitepaper. Ein Light Node prüft, ob eine Transaktion zu einem Block gehört, indem er einen Merkle Proof anfordert: eine kurze Kette von Hashes, die die Transaktion mit dem Merkle Root verknüpft, der bereits im überprüften Header gespeichert ist. Ergeben diese Hashes den korrekten Root, gilt die Aufnahme als bestätigt, ohne dass der Node jemals den vollständigen Inhalt des Blocks heruntergeladen hat.
Der Nutzen ist praktisch. Einen Bitcoin- oder Ethereum-Node vollständig zu synchronisieren bedeutet, Hunderte Gigabyte an Historie zu verarbeiten; ein Light Node benötigt nur einen kleinen Bruchteil dieser Daten und kann daher auf Smartphones, Browsererweiterungen und anderer speicherbeschränkter Hardware laufen. Die meisten mobilen Crypto Wallets, einschließlich früher Tools wie Electrum, basieren auf diesem Modell.
Die Kehrseite ist Vertrauen. Da Light Nodes davon abhängen, welcher Full Node oder Anbieter sie mit Daten versorgt, könnte ein unehrlicher Peer theoretisch Informationen zurückhalten oder falsch darstellen. Neuere Ansätze versuchen, diese Lücke zu schließen: Fraud Proofs lassen Full Nodes ungültige Blöcke an Light Clients melden, und aufkommende Zero-Knowledge-Light-Clients erlauben es einem Gerät, einen kompakten kryptografischen Beweis der Chain-Gültigkeit zu prüfen, statt einer einzelnen Quelle blind zu vertrauen.