Eine Refund Address wird im Voraus angegeben, meist zusammen mit der Zieladresse, damit eine Plattform Geld zurücksenden kann, falls eine Transaktion nicht wie geplant abgeschlossen werden kann. Am häufigsten kommt sie bei Instant-Swap-Diensten und Coin-Konvertierungsseiten vor, bei denen ein Nutzer Krypto an eine von der Plattform generierte Einzahlungsadresse sendet und im Gegenzug eine andere Coin erhält. Läuft der Wechselkurs ab, ist das Netzwerk überlastet, liegt der eingezahlte Betrag außerhalb des akzeptierten Bereichs, oder stellen sich die Zieldaten als ungültig heraus, kann die Plattform die ursprüngliche Überweisung nicht einfach rückgängig machen, da Blockchain-Transaktionen endgültig sind. Stattdessen wird eine völlig neue Transaktion erstellt, die die Coins an die vom Nutzer angegebene Refund Address zurücksendet.
Non-custodial Swap-Dienste sind auf diesen Mechanismus angewiesen, da sie Kundengelder nie auf einem Konto verwahren, wie es eine zentralisierte Exchange tut; jede Transaktion ist einmalig, weshalb vorab eine Rückfalladresse erfasst werden muss, bevor das Geld überhaupt bewegt wird. Manche Plattformen erlauben, dass sich die Refund Address vollständig von der Absendeadresse unterscheidet, was praktisch, aber auch riskant ist: Wird versehentlich das falsche Netzwerkformat, die Adresse der falschen Coin oder die interne Einzahlungsadresse einer Exchange eingegeben, kann eine Rückerstattung unmöglich zugestellt werden und das Geld ist unwiederbringlich verloren.
- Rückerstattungen sind neue On-Chain-Transaktionen und verursachen daher meist eine eigene Netzwerkgebühr, die manchmal vom zurückgesendeten Betrag abgezogen wird.
- Ist der Fehlbetrag kleiner als die Gebühr, die für den Versand nötig wäre, verarbeiten manche Plattformen gar keine Rückerstattung.
- Vor Bestätigung eines Swaps immer prüfen, ob das Format der Refund Address zum Netzwerk der Coin passt.