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Address

Hinter jeder Krypto-Adresse steckt eine Kette aus Kryptografie, kein Bankangestellter, der Kontonummern vergibt. Die Adresse wird aus einem Public Key erzeugt, der seinerseits mithilfe elliptischer Kurvenmathematik von einem Private Key abgeleitet wird. Bitcoin schickt diesen Public Key anschließend durch eine oder mehrere Hashfunktionen und fügt eine Checksumme hinzu, wodurch eine kürzere, fehlergeprüfte Zeichenfolge entsteht, die sich gefahrlos veröffentlichen lässt. Ethereum und andere EVM-Chains gehen einen einfacheren Weg: Die Adresse besteht aus den letzten 40 Hexadezimalzeichen des gehashten Public Keys, mit vorangestelltem "0x".

Adressformate haben sich aus unterschiedlichen Gründen weiterentwickelt. Bitcoin durchlief mehrere Versionen: Legacy-Adressen, die mit "1" beginnen, skriptbasierte Adressen, die mit "3" beginnen, SegWit-Adressen, die mit "bc1q" beginnen, und Taproot-Adressen, die mit "bc1p" beginnen, jede mit Verbesserungen bei Privatsphäre, Gebühreneffizienz oder Tippfehlerschutz. Ethereum nutzt dagegen ein einziges Format, abgesichert durch eine Checksumme in der Groß- und Kleinschreibung (EIP-55), die die meisten Tippfehler bei einem einzelnen Zeichen erkennt.

Da eine Adresse bewusst öffentlich ist, kann sie frei geteilt werden, um Geld zu empfangen, ohne den Private Key preiszugeben, der zum Ausgeben nötig ist. Diese Trennung ist der Kern von Self-Custody. Sie bedeutet auch, dass Adressen pseudonym statt anonym sind: Jede mit einer Adresse verknüpfte Transaktion bleibt dauerhaft auf der Blockchain sichtbar, sodass Aktivitätsmuster sich manchmal doch einer echten Identität zuordnen lassen.

Ein häufiger und teurer Fehler ist das Senden von Guthaben an eine Adresse im falschen Netzwerk, da eine gültig aussehende Adresse auf einer Chain auf einer anderen Chain möglicherweise nicht existiert oder jemand anderem gehört.