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Assets Under Management (AUM)

Assets Under Management (AUM) ist ein Begriff aus der traditionellen Finanzwelt, der inzwischen auch in der Krypto-Branche verwendet wird, um die Größe von Funds, Exchanges und Custodians einzuordnen. Er beschreibt den aktuellen Marktwert aller Assets, die eine Firma im Auftrag von Kunden verwaltet oder verwahrt, und wird laufend neu berechnet, sobald sich Kurse bewegen oder Geld zu- beziehungsweise abfließt.

AUM ist keine feste Größe, sondern verändert sich durch drei Faktoren. Netto-Kapitalflüsse zeigen, ob Anleger Geld einzahlen oder abziehen. Die Kursentwicklung spielt bei Krypto eine enorme Rolle, denn Volatilität kann die AUM eines Funds innerhalb einer Woche allein durch Neubewertung zum Marktpreis um zweistellige Prozentsätze schwanken lassen, ganz ohne neue Anlegeraktivität. Auch die Gebührenstruktur zählt: Management- und Performance-Fees werden meist als Prozentsatz der AUM berechnet, wodurch diese Kennzahl direkt den Umsatz eines Managers bestimmt.

In der Praxis zeigt sich AUM am deutlichsten bei Exchange Traded Funds. Der Spot-Bitcoin-ETF von BlackRock, der iShares Bitcoin Trust (IBIT), wurde innerhalb von etwa einem Jahr nach seinem Start im Januar 2024 zum größten Single-Fund-Halter von Bitcoin außerhalb von Exchanges und verwaltete zeitweise mehrere zehn Milliarden Dollar. Krypto-Hedgefonds und Custodians veröffentlichen ihre AUM-Zahlen auf dieselbe Weise, um ihre Größenordnung zu demonstrieren, und institutionelle Investoren nutzen oft eine Mindest-AUM-Schwelle als Due-Diligence-Filter, bevor sie Kapital einbringen.

AUM sollte nicht mit der Marktkapitalisierung verwechselt werden, die den Gesamtwert des zirkulierenden Angebots eines Tokens misst und nicht die Assets, die ein Manager tatsächlich kontrolliert. Ein Fund kann nur einen kleinen Teil der Marktkapitalisierung einer Coin halten und dennoch eine beachtliche AUM im Vergleich zu seinen Wettbewerbern ausweisen, oder umgekehrt.