Über das einfache Konzept eines gepoolten Fonds hinaus ist ein Hedgefonds als private Kommanditgesellschaft strukturiert: Ein General Partner führt die Strategie aus und kassiert die Gebühren, während Limited Partner das Kapital bereitstellen und kein Mitspracherecht bei den täglichen Entscheidungen haben. Der Zugang ist accredited investors oder institutionellen Anlegern vorbehalten, gestützt auf wertpapierrechtliche Ausnahmen wie die US-amerikanische Regulation D, die es Fonds erlaubt, die Offenlegungs- und täglichen Rücknahmepflichten von Investmentfonds und ETFs zu umgehen, im Austausch für eine geringere öffentliche Aufsicht.
Die Vergütung folgt traditionell dem "2 und 20"-Modell: eine jährliche Verwaltungsgebühr von 2% auf das verwaltete Vermögen plus 20% der Gewinne oberhalb einer Hurdle Rate, wobei sinkende Gebühren viele jüngere Fonds zu niedrigeren Strukturen bewegen. Anleger akzeptieren üblicherweise Lock-up-Perioden von einem Jahr oder länger sowie begrenzte Rücknahmefenster, da Strategien wie Arbitrage oder illiquide Positionen Zeit brauchen, um sich auszuzahlen.
Krypto-Hedgefonds übertragen diese Mechanismen auf digitale Assets. Übliche Ansätze umfassen quantitativen und marktneutralen Handel auf Spot- und Derivatemärkten, Yield Farming und Liquiditätsbereitstellung in DeFi-Protokollen, Market Making sowie Investitionen in Token-Frühphasen, die Hedgefonds- und Venture-Capital-Finanzierung verbinden. Firmen wie Pantera Capital, Polychain Capital und Galaxy Digital sind zu Verwaltern mit mehreren Milliarden an Vermögen herangewachsen, auch wenn die meisten Krypto-Fonds klein bleiben und der Sektor beim insgesamt verwalteten Vermögen noch hinter traditionellen Hedgefonds zurückliegt.
Da Krypto-Hedgefonds Leverage, Smart-Contract-Risiken und volatile, kaum regulierte Märkte kombinieren, tragen sie ein höheres operationelles Risiko und Gegenparteirisiko als die meisten traditionellen Fonds, weshalb eine gründliche Due Diligence vor jeder Kapitalanlage unerlässlich ist.