Die Commodity Futures Trading Commission ist eine unabhängige US-Bundesbehörde, die 1974 durch den Commodity Futures Trading Commission Act gegründet wurde und den Commodity Exchange Act durchsetzt, um Derivatemärkte zu überwachen: Futures, Optionen und Swaps auf alles von Agrarrohstoffen bis zu Zinssätzen. Ihre Aufgabe ist Marktintegrität, nicht die Zulassung einzelner Produkte für Verbraucher, weshalb sie Händler nicht so lizenziert wie eine Bankaufsicht Kreditgeber.
Krypto geriet 2015 in den Zuständigkeitsbereich der CFTC, als ein US-Bundesgericht der Behörde zustimmte, dass Bitcoin und andere virtuelle Währungen unter dem Commodity Exchange Act als "commodities" gelten. Dieser Präzedenzfall verschaffte der CFTC klare Befugnisse über Futures, Optionen und Swaps auf Bitcoin und Ether sowie weitreichende Befugnisse gegen Betrug und Marktmanipulation auf den zugrunde liegenden Spotmärkten, auch wenn sie Spot-Krypto-Börsen in der Regel weder registrieren noch direkt beaufsichtigen kann, wie es die Securities and Exchange Commission (SEC) bei Aktienbörsen tut. Im März 2026 veröffentlichten CFTC und SEC gemeinsam eine Auslegungsmitteilung, die sechzehn große Token, darunter Bitcoin und Ether, als digitale Commodities einstuft: ein Versuch, angesichts noch ausstehender dauerhafter Marktstrukturgesetzgebung des Kongresses eine klarere Zuständigkeitsgrenze zu ziehen.
Die Abgrenzung zu einem Wertpapier (Security), oft anhand des Howey Test beurteilt, ist entscheidend, da sie festlegt, welche Behörde und welches Regelwerk gilt. In der Praxis nutzt die CFTC diese Befugnis, um gegen nicht registrierte Commodity-Pool-Betreiber und betrügerische Krypto-Handelssysteme vorzugehen, mit Forderungen nach Schadensersatz, Geldstrafen und Handelsverboten gegen die Täter.