Die SEC wurde durch den Securities Exchange Act von 1934 als Reaktion auf den Börsencrash von 1929 gegründet. Sie wird von fünf vom Präsidenten ernannten Commissioners geleitet und beaufsichtigt Börsen, Broker-Dealer, Investment Advisers sowie börsennotierte Unternehmen. Ihre Mission ist dreigeteilt: Anleger schützen, faire und geordnete Märkte gewährleisten und die Kapitalbildung fördern.
Im Kryptobereich dreht sich bei der SEC meist alles um die Frage, ob ein digitales Asset als Wertpapier (Security) einzustufen ist. Dafür wendet sie den Howey Test an, einen jahrzehntealten juristischen Maßstab aus einem Urteil des US-Supreme-Court von 1946, um zu klären, ob ein Token einen Investmentvertrag darstellt, der eine Registrierung erfordert. Assets, die als Wertpapier gelten, manchmal ausgegeben als Security Token, unterliegen der vollständigen SEC-Registrierungs- und Offenlegungspflicht, und auch Exchanges und Plattformen, die damit handeln, müssen sich entsprechend registrieren oder eine Ausnahme geltend machen.
Die Haltung der SEC gegenüber Krypto hat sich deutlich gewandelt. Unter dem ehemaligen Vorsitzenden Gary Gensler verfolgte die Behörde einen aggressiven Durchsetzungskurs gegen Exchanges und Emittenten, darunter ein prominentes Verfahren gegen Ripple wegen des Verkaufs von XRP. Seit 2024 hat die SEC Spot-ETFs auf Bitcoin und Ethereum genehmigt, und unter Vorsitzendem Paul Atkins wurde eine eigene Crypto Task Force ins Leben gerufen, die im März 2026 in eine gemeinsame Leitlinie mit der CFTC mündete. Diese ordnet digitale Assets Kategorien wie digital commodities, digital collectibles und digital securities zu.
Für Anleger zeigt die SEC-Aufsicht, welche Plattformen und Token innerhalb eines regulierten Rahmens agieren, auch wenn die Zuständigkeit außerhalb der USA begrenzt bleibt.