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Exchange-Traded Fund (ETF)

Ein Exchange-Traded Fund (ETF) koppelt seinen Kurs an die Wertentwicklung eines zugrunde liegenden Assets oder eines Korbs von Assets, statt Anlegern direktes Eigentum an diesem Asset selbst zu geben. Anteile werden den ganzen Tag über an einer Börse gehandelt wie gewöhnliche Aktien, während große Institutionen, sogenannte authorized participants, im Hintergrund Anteile schaffen und zurücknehmen, um den Marktpreis des ETF nahe am Nettoinventarwert zu halten.

In der Kryptowelt ermöglicht dieses Konstrukt es normalen Anlegern, über ein gewöhnliches Broker-Konto Preisexposure gegenüber Bitcoin oder Ether zu erhalten, ohne eine Wallet einzurichten, private keys zu verwalten oder direkt eine Exchange zu nutzen. Ein Spot-ETF, gedeckt durch echte Coins, unterscheidet sich von einem Futures-ETF, der stattdessen Derivatekontrakte hält und im Zeitverlauf vom Spotpreis abweichen kann.

Die US-amerikanische Securities and Exchange Commission genehmigte am 10. Januar 2024 die ersten elf Spot-Bitcoin-ETFs, nachdem ein Gerichtsurteil die Aufsichtsbehörde gezwungen hatte, jahrelange Ablehnungen zu überdenken. Anbieter wie BlackRock, Fidelity und Grayscale konkurrieren inzwischen mit Gebühren von nur wenigen Basispunkten. Spot-Ethereum-ETFs folgten später im selben Jahr und durften ihre Bestände zunächst nicht staken. Im Juli 2025 genehmigte die SEC für beide Anlageklassen die Erstellung und Rücknahme in Sachwerten (in-kind), wodurch authorized participants Coins direkt gegen Anteile statt gegen Bargeld eintauschen können, eine Änderung, die Kosten und Tracking Error senken soll.

Wichtige Punkte für Anleger:

  • Jährliche Verwaltungsgebühren schmälern die langfristige Rendite im Vergleich zum direkten Halten des zugrunde liegenden Assets.
  • Anteile können nur während der Börsenhandelszeiten gekauft oder verkauft werden, während Kryptomärkte durchgehend handeln.
  • Die Verwahrung der zugrunde liegenden Coins liegt beim Custodian des Anbieters, was für alle Fondsinhaber ein gemeinsames Gegenpartei- und Sicherheitsrisiko bedeutet.
  • Genehmigung und Produktstruktur unterscheiden sich je nach Jurisdiktion und Asset, weshalb nicht jede Kryptowährung eine ETF-Option hat.

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