Das Dark Web ist eine kleine, verschlüsselte Schicht des Internets, die nur über anonymisierende Software wie TOR erreichbar ist, welche den Datenverkehr über mehrere Relays leitet, um Standort und Identität eines Nutzers zu verbergen. Anders als das "Deep Web" (jede Seite, die einfach nicht von Suchmaschinen indexiert wird, etwa ein privates Bankportal) wird das Dark Web bewusst verborgen und beherbergt häufig Marktplätze, Foren und Dienste, die außerhalb der üblichen rechtlichen Aufsicht agieren.
Kryptowährung wurde zentral für dieses Ökosystem, weil sie Käufern und Verkäufern erlaubt, ohne Bank als Vermittler zu handeln. Frühe Darknet-Märkte wie Silk Road, 2013 vom FBI geschlossen, wickelten fast jeden Handel in Bitcoin ab und nutzten Multi-Signature-Escrow-Wallets, die das Geld hielten, bis ein Käufer die Lieferung bestätigte. Spätere Schließungen von Märkten wie AlphaBay und Hydra zeigten, dass das Modell widerstandsfähig statt zerbrechlich war: Verkäufer und Käufer wanderten einfach zu Nachfolgeplattformen ab, und die gesamten Kryptowährungsflüsse der Darknet-Märkte wuchsen weiter, auf schätzungsweise 2,6 Milliarden Dollar im Jahr 2025 laut Daten von Blockchain-Analysefirmen.
Da das Bitcoin-Ledger öffentlich ist, können Ermittler Transaktionen zunehmend zu realen Identitäten zurückverfolgen, sobald das Geld eine regulierte Exchange mit Identitätsprüfung erreicht. Dies drängte viele Märkte hin zu Privacy Coins wie Monero, deren Ring Signatures und Stealth Addresses Absender, Empfänger und Betrag weit effektiver verschleiern als Bitcoin.
Nicht jede Aktivität im Dark Web ist illegal: Journalisten, Whistleblower und Nutzer, die mit Zensur konfrontiert sind, verlassen sich ebenfalls darauf für anonyme Kommunikation, weshalb der Zugang selbst nicht illegal ist, sondern nur das, was dort gekauft oder verkauft wird.