Marktkapitalisierung: 24h Vol: BTC: BTC Dom:
Gold: S&P 500: EUR/USD: Öl (BRENT):

Initial margin requirements

Initial margin requirements (Ersteinschussanforderungen) legen fest, welchen Mindestanteil einer gehebelten Position ein Trader mit eigenem Geld finanzieren muss, bevor ein Broker oder eine Exchange den Rest verleiht. Ausgedrückt als Prozentsatz der gesamten Positionsgröße wirkt dies als erste Verteidigungslinie gegen einen Ausfall: Je höher der Prozentsatz, desto weniger geliehenes Geld und desto geringer das Risiko für den Kreditgeber, falls sich der Markt gegen den Trade bewegt.

In der traditionellen Finanzwelt werden diese Schwellenwerte häufig von Regulierungsbehörden festgelegt, etwa die US-Regel eines Mindestwerts von 50% für auf Margin gekaufte Aktien, wobei Broker bei volatilen Werten mehr verlangen können. Krypto-Exchanges legen ihre eigenen Regeln fest, und da digitale Assets deutlich stärker schwanken als etablierte Aktien, unterscheiden sich die Anforderungen von Plattform zu Plattform und können sich in turbulenten Märkten schnell verschärfen. Plattformen für Margin Trading werben meist mit einem maximalen Hebelverhältnis, etwa 3x, 5x oder 10x, statt mit einem reinen Prozentsatz, aber beide beschreiben dieselbe Beziehung: Ein Hebel von 5x bedeutet eine Initial Margin von rund 20% des Positionswerts.

Die anfängliche Einzahlung ist nur die Eintrittskarte, keine Garantie, dass die Position offen bleibt. Wenn Verluste das Eigenkapital des Kontos aufzehren, kann der Saldo unter die Maintenance Margin-Schwelle der Exchange fallen. Das löst einen Margin Call aus, bei dem zusätzliche Sicherheiten verlangt werden, oder eine automatische Liquidation, falls der Trader nicht rechtzeitig reagiert. Da sich Kryptopreise innerhalb weniger Stunden um zweistellige Prozentwerte bewegen können, halten viele Plattformen ihre Initial-Margin-Anforderungen deutlich über den Normen von Aktien- oder Futures-Märkten und erhöhen sie bei starker Volatilität zusätzlich, um das eigene Risiko zu begrenzen.