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Margin Trading

Margin Trading erlaubt es einem Trader, eine Position zu eröffnen, die größer ist als das eigene Kapital, indem der Rest von einer Exchange oder einem Broker geliehen wird. Ein Teil des Handelswerts wird dabei als Sicherheit hinterlegt. Im Kryptomarkt wird dieses geliehene Kapital als Leverage ausgedrückt, ein Multiplikator wie 5x oder 20x, der sowohl mögliche Gewinne als auch mögliche Verluste im Verhältnis zum eigenen Kapital des Traders vergrößert.

Um eine gehebelte Position zu eröffnen, hinterlegt ein Trader eine Initial Margin, einen festgelegten Prozentsatz der gesamten Positionsgröße. Solange die Position offen ist, vergleicht die Exchange laufend das Kontoeigenkapital mit einer niedrigeren Maintenance-Margin-Schwelle. Fällt das Eigenkapital unter diese Grenze, sendet die Exchange einen Margin Call und fordert zusätzliche Sicherheiten an. Trifft diese nicht rechtzeitig ein, schließt die Exchange die Position zwangsweise, also liquidiert sie, damit die Schuld niemals größer wird als das ursprünglich hinterlegte Kapital.

Die meisten Krypto-Exchanges bieten zwei Margin-Modi an. Isolated Margin begrenzt das Risiko auf die Sicherheit, die einer einzelnen Position zugewiesen ist, sodass eine Verlustposition nur diesen Einsatz vernichtet. Cross Margin nutzt dagegen das gesamte Kontoguthaben des Traders als Sicherheit, was einer Position mehr Spielraum vor der Liquidation gibt, aber das gesamte Guthaben aufs Spiel setzt, wenn sich der Markt stark gegen die Position bewegt.

Margin-Konten machen es zudem möglich, auf fallende Kurse zu setzen, indem ein Asset geliehen, verkauft und später günstiger zurückgekauft wird. Da Kryptopreise heftig und schnell schwanken können, kann selbst moderate Leverage einen gewöhnlichen Kursrückgang innerhalb weniger Minuten in eine vollständige Liquidation verwandeln, weshalb Margin Trading deutlich riskanter ist als Spot-Trading mit eigenem Kapital.

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