IOTA ist ein Distributed-Ledger-Projekt, das speziell für Machine-to-Machine-Zahlungen und den Datenaustausch in Internet-of-Things-Netzwerken entwickelt wurde und nicht für den allgemeinen Krypto-Handel. Der native Token, ebenfalls IOTA genannt (früher unter dem Kürzel MIOTA gehandelt), bildet die Grundlage eines Ledgers namens Tangle, eines Directed Acyclic Graph (DAG), bei dem jede neue Transaktion zwei vorherige Transaktionen bestätigt, anstatt in aufeinanderfolgenden Blöcken gruppiert zu werden. Diese Struktur war ursprünglich darauf ausgelegt, dem Netzwerk eine parallele Verarbeitung von Transaktionen ohne klassische Mining-Gebühren zu ermöglichen, wodurch Mikrotransaktionen zwischen Sensoren, Fahrzeugen und Industriegeräten wirtschaftlich sinnvoll wurden.
Das 2015 gestartete und von der in Deutschland ansässigen IOTA Foundation betreute Projekt verließ sich zunächst auf einen zentralisierten "Coordinator"-Node, um das Netzwerk zu schützen, während die Forschung zur Dezentralisierung fortgesetzt wurde. Im Mai 2025 ersetzte IOTA dieses Modell durch das Rebased-Upgrade: einen Delegated-Proof-of-Stake-Konsens namens Mysticeti, betrieben von bis zu 150 permissionless Validatoren, kombiniert mit Move-basierten Smart Contracts, die von der Sui-Blockchain übernommen wurden. Die Änderung entfernte den Coordinator, führte native Staking-Rewards ein und brachte kleine Transaktionsgebühren mit sich, um Validatoren zu vergüten und Spam einzudämmen, eine Abkehr vom ursprünglich gebührenfreien Design des Netzwerks.
Nach dem Upgrade meldet IOTA eine Transaktionsfinalität von unter einer Sekunde und einen Durchsatz von angeblich über 50.000 Transactions Per Second (TPS), um die Skalierbarkeit für Unternehmens- und IoT-Anwendungen zu verbessern. Die IOTA Foundation hat Praxispiloten mit Organisationen wie Bosch, Volkswagen und europäischen Lieferketteninitiativen durchgeführt, doch die breite kommerzielle Adoption bleibt begrenzt, und der Marktwert des Tokens liegt weiterhin deutlich unter dem Hoch von 2018.