Transactions per second misst den nachhaltigen Durchsatz eines Netzwerks: wie viele Überweisungen oder Smart-Contract-Aufrufe es pro Sekunde unter realer Last bestätigen und abschließen kann, nicht nur in einer kurzen Spitzenlast. Es ist eine der wichtigsten Kennzahlen, um Blockchains miteinander zu vergleichen, da sie sich direkt auf Bestätigungszeiten und Gebühren in Stoßzeiten auswirkt.
Die TPS wird durch zwei Designentscheidungen zusammen bestimmt: wie viele Daten in jeden Block passen und wie schnell Blocks erzeugt werden. Bitcoins rund 1MB große Blocks und die durchschnittliche Blockzeit von zehn Minuten begrenzen die Basisebene auf etwa drei bis sieben TPS, eine Obergrenze, die sich seit dem Start kaum verändert hat. Ethereums Basisebene verarbeitet in der Regel eine niedrige zweistellige Zahl, weniger begrenzt durch eine feste Transaktionsanzahl als vielmehr durch ein Gas Limit pro Block, das je nach Komplexität jeder Transaktion variiert. Neuere Proof-of-Stake-Chains wie Solana sind auf deutlich höheren Durchsatz ausgelegt, oft mehrere Tausend TPS, indem sie schnellere Blockzeiten und eine kleinere, leistungsfähigere Gruppe von Validatoren nutzen.
Zum Vergleich: Kartennetzwerke wie Visa werben mit einer Kapazität von mehreren Zehntausend TPS, eine Lücke, die häufig angeführt wird, um zu argumentieren, dass öffentliche Blockchains noch skalieren müssen, bevor sie mainstream-taugliche Zahlungsvolumen bewältigen können.
Eine höhere TPS auf der Basisebene geht meist zulasten von Dezentralisierung oder Sicherheit, da weniger, dafür leistungsfähigere Nodes benötigt werden, um mitzuhalten. Die meisten Netzwerke skalieren deshalb eher drumherum, über Layer 2 Rollups, Sidechains oder Payment Channels, die Transaktionen off-chain bündeln, bevor das Ergebnis auf der Hauptchain abgewickelt wird.