Eine Transaction ID, häufig als TXID abgekürzt oder auch Transaction Hash genannt, ist der eindeutige Fingerabdruck, den ein Blockchain-Netzwerk jeder Wertübertragung zuweist. Sie entsteht, indem die vollständigen Transaktionsdaten, also Inputs, Outputs, Beträge und Signaturen, durch einen kryptografischen Hash-Algorithmus geführt werden, sodass das Ergebnis deterministisch ist: Dieselbe Transaktion liefert immer dieselbe ID, und schon die Änderung eines einzigen Bytes der zugrunde liegenden Daten verändert sie vollständig.
Bei Bitcoin entsteht die TXID durch zweifaches Hashing der serialisierten Transaktion mit SHA-256, was eine hexadezimale Zeichenfolge aus 64 Zeichen ergibt. Ethereum und andere EVM-kompatible Chains hashen die Transaktionsfelder stattdessen mit Keccak-256 und versehen das Ergebnis mit dem Präfix "0x". Unabhängig von der genauen Methode kann jeder die ID in einen block explorer eingeben, um die Adressen von Absender und Empfänger, den übertragenen Betrag, die gezahlte Netzwerkgebühr und die Anzahl der erhaltenen confirmations einzusehen.
Da sie wie eine Quittungsnummer funktioniert, gilt die TXID als Standardnachweis für Zahlungen zwischen Exchanges, Wallets und Händlern, und Support-Teams bitten Nutzer regelmäßig darum, um eine Ein- oder Auszahlung nachzuverfolgen. Frühe Bitcoin-Transaktionen waren anfällig für "Malleability": Dabei konnte ein Dritter unterwegs eine Signatur verändern und so die ID einer Transaktion ändern, ohne deren tatsächlichen Inhalt zu beeinflussen, ein Problem, das häufig als einer der Faktoren beim Zusammenbruch der Exchange Mt. Gox im Jahr 2014 genannt wird. Das SegWit-Upgrade von 2017 schloss diese Lücke weitgehend, indem Signaturdaten aus der ID-Berechnung ausgeschlossen wurden, wodurch TXIDs zu einer stabilen, verlässlichen Referenz werden, sobald eine Transaktion im Netzwerk verbreitet wird.