Large Cap ist eine Marktkapitalisierungsklasse, keine feste Liste: Analysten und Datenanbieter ziehen die Grenze meist bei einer Marktkapitalisierung von deutlich über 10 Milliarden Dollar, wodurch Coins wie Bitcoin, Ethereum und eine Handvoll weiterer Top-Assets in diese Kategorie fallen. Der Begriff stammt aus dem Aktienmarkt, wo "Large Cap" Unternehmen bezeichnet, die zu groß und zu breit gehandelt sind, um durch eine einzelne Order eines Traders bewegt zu werden.
Da Large-Cap-Coins auf nahezu jeder großen Exchange mit tiefen Orderbüchern gehandelt werden, bewegt ein größerer Kauf oder Verkauf den Kurs selten stark, ein Vorteil, den kleinere Token nicht haben. Diese Tiefe zieht Verwahrstellen, börsengehandelte Produkte und andere institutionelle Käufer an, was Liquidität und eine sauberere Preisfindung weiter stärkt. Bei starken Abschwüngen halten Large Caps ihren Wert in der Regel besser als Mid-Cap- oder Small-Cap-Coins, da Panikverkäufe meist zuerst die dünneren, spekulativeren Märkte treffen.
Diese relative Stabilität hat ihren Preis. Bei einer Marktkapitalisierung, die bereits im zwei- oder dreistelligen Milliardenbereich liegt, benötigen Large-Cap-Assets weit mehr frisches Kapital, um sich im Wert zu verdoppeln, als ein kleines Projekt, weshalb explosive prozentuale Kursgewinne seltener vorkommen. Sie bleiben zudem deutlich volatiler als Blue-Chip-Aktien oder Anleihen, und bei einem breiten Marktcrash geraten auch Large Caps mit in den Sog. Viele Anleger bauen ihr Portfolio um Large Caps wie Bitcoin und Ethereum für Stabilität auf und ergänzen es mit Mid-Cap- oder Small-Cap-Positionen, darunter neuere Altcoins, für mehr Wachstumspotenzial.