Eine Masternode ist ein spezialisierter, dauerhaft online laufender Server, der für ein Blockchain-Netzwerk einen festen Satz an übergeordneten Aufgaben übernimmt, zusätzlich zur einfachen Weiterleitung von Transaktionen, die jede Node erledigt: etwa das sofortige Sperren von Transaktionen, das Mixen von Coins für Privatsphäre oder die Funktion als Stimmsitz im Governance-System des Projekts. Betreiber müssen in der Regel einen Mindestbetrag der Netzwerk-Coin als Collateral (Sicherheit) hinterlegen, bevor sich ihr Server registrieren darf, was wenig engagierte Teilnehmer ausschließt und dem Netzwerk eine Möglichkeit gibt, Betreiber zur Verantwortung zu ziehen.
Dash machte dieses Modell 2014 unter dem Namen "Proof of Service" populär: Das Netzwerk verlangt ein Collateral von 1.000 DASH, und Masternode-Betreiber stimmen darüber ab, wie ein Teil jeder Blockbelohnung verwendet wird, und erhalten Auszahlungen dafür, dass sie ihre Node online und reaktionsfähig halten. Die Sicherheit selbst wird nie ausgegeben oder übertragen; sie bleibt einfach in der eigenen Wallet des Betreibers als Pfand liegen, und wird sie bewegt, scheidet die Node aus dem aktiven Dienst aus. Andere Projekte wie PIVX, Horizen und Zcoin übernahmen ähnliche Konzepte mit eigenen Collateral-Schwellen, Hardwareanforderungen und Belohnungsaufteilungen, oft aufbauend auf einem Proof-of-Stake-Konsensmechanismus statt auf Mining.
Der Betrieb einer Masternode bringt reale Kosten und Risiken mit sich: Das Collateral ist Preisschwankungen ausgesetzt, Ausfallzeiten können Belohnungen kosten, und die Konzentration großer Coin-Mengen in vergleichsweise wenigen Nodes mit hohem Collateral kann die Dezentralisierung schwächen. Sie unterscheidet sich vom gewöhnlichen Staking dadurch, dass sie dedizierte Infrastruktur und aktiven Dienst erfordert, nicht nur gesperrte Coins.