Marktkapitalisierung: 24h Vol: BTC: BTC Dom:
Gold: S&P 500: EUR/USD: Öl (BRENT):

Mining Pool

Ein Mining Pool ermöglicht es Teilnehmern, ihre Hash Power zu bündeln, sodass sie nicht jahrelang auf eine Solochance auf einen Block Reward warten müssen, sondern kleinere, regelmäßige Auszahlungen basierend auf der tatsächlich geleisteten Arbeit erhalten. Die Pool-Software weist jedem Miner "Shares" zu, einen Nachweis, dass eine bestimmte Menge an Hashing erbracht wurde, weit unterhalb der Difficulty, die zum Gewinnen eines echten Blocks nötig ist, und nutzt die Anzahl der Shares, um aufzuteilen, was der Pool verdient.

Pools unterscheiden sich vor allem darin, wie sie Auszahlungen berechnen. Bei PPS (Pay Per Share) und FPPS (Full Pay Per Share) zahlt der Betreiber einen festen Betrag pro Share, unabhängig davon, ob der Pool tatsächlich einen Block findet, und trägt damit selbst die Varianz; FPPS gibt zusätzlich einen Anteil der Transaktionsgebühren weiter. PPLNS (Pay Per Last N Shares) zahlt dagegen erst aus, nachdem ein Block gefunden wurde, basierend auf der jüngsten Share-Historie, wodurch mehr Risiko, und potenziell mehr Ertrag, beim Miner liegt. Die Gebühren der einzelnen Modelle spiegeln diese Risikoverteilung ungefähr wider: PPS/FPPS-Pools verlangen mehr für die Sicherheit, die sie bieten.

Eine Handvoll großer Pools, etwa Foundry USA, AntPool und F2Pool, produziert inzwischen gemeinsam den Großteil der Bitcoin-Blocks, eine Konzentration, die Beobachter eines eigentlich dezentral gedachten Systems beunruhigt: Ein Pool mit ausreichend Hash Power könnte theoretisch Transaktionen umordnen oder zensieren. Neuere Protokolle wie Stratum V2 sollen es einzelnen Minern ermöglichen, selbst zu wählen, welche Transaktionen in einen Block aufgenommen werden, statt diese Entscheidung vollständig dem Pool-Betreiber zu überlassen.

Für alle ohne Hardware im industriellen Maßstab bleibt der Beitritt zu einem Pool der praktische Weg, um konsistente Mining Rewards aus Proof of Work-Mining zu erzielen.

Verwandte Artikel