Ein Mining Reward ist das, was ein Miner tatsächlich dafür erhält, das Recht zu gewinnen, einen Block an eine Proof of Work Blockchain anzuhängen, ausgezahlt über eine spezielle erste Transaktion im Block, die Coinbase Transaction. Diese Belohnung besteht aus zwei Teilen: einer festen Menge neu ausgegebener Coins, die vom Protokoll vorgegeben wird, und der Summe aller Transaction Fees der Transaktionen, die der Miner in den Block aufgenommen hat.
Bei Bitcoin heißt der neu ausgegebene Teil die Subsidy des Block Reward, die 2009 bei 50 BTC pro Block begann. Alle 210.000 Blocks, etwa alle vier Jahre, halbiert ein Halving diese Subsidy. Nach dem Halving im April 2024 liegt die Subsidy bei 3,125 BTC pro Block, die nächste Senkung auf 1,5625 BTC wird um 2028 erwartet. Dieser Reduktionsplan läuft weiter, bis die Ausgabe um das Jahr 2140 bei null ankommt, danach werden Miner bei Bitcoin ausschließlich aus Transaction Fees bezahlt.
Fees machen unter normalen Netzwerkbedingungen einen bescheidenen Anteil am gesamten Mining-Einkommen aus, etwa 10 bis 15 Prozent, dieser Anteil steigt jedoch deutlich, wenn sich der Mempool mit offenen Transaktionen füllt und Nutzer darum konkurrieren, zuerst bestätigt zu werden. Da Miner naturgemäß Transaktionen mit den höchsten Fees bevorzugen, bestimmt der Fee-Markt auch, wie schnell gewöhnliche Überweisungen bestätigt werden.
Der vorhersehbare Rückgang der Belohnung ist zentral für das Argument des festen Angebots hinter Assets wie Bitcoin: Er erzwingt Disinflation nach einem festen Zeitplan, statt die Ausgabe einer zentralen Autorität zu überlassen. Zugleich entsteht dadurch eine langfristige wirtschaftliche Frage für die Netzwerksicherheit, da die Belohnung irgendwann fast vollständig durch Fee-Einnahmen ersetzt werden muss, damit Miner weiterhin einen Anreiz haben, die Chain zu schützen.