Quantum Computing nutzt Phänomene wie Superposition und Verschränkung, wodurch ein Quantencomputer viele Möglichkeiten parallel durchrechnen kann, statt sie wie ein klassischer Computer nacheinander zu testen. Diese Parallelität könnte bestimmte mathematische Probleme, darunter jene, auf denen moderne Kryptografie beruht, künftig in einem Bruchteil der heute benötigten Zeit lösbar machen.
Das konkrete Risiko für Blockchain-Netzwerke geht von Shors Algorithmus aus, der theoretisch einen privaten Schlüssel aus dem zugehörigen öffentlichen Schlüssel bei Elliptische-Kurven-Systemen wie ECDSA ableiten kann, dem Signaturverfahren, das von Bitcoin und den meisten anderen Chains verwendet wird. Hashfunktionen, die für Mining und Adressgenerierung genutzt werden, gelten als deutlich widerstandsfähiger; sie benötigen lediglich größere Ausgabelängen, um sicher zu bleiben. Die unmittelbare Sorge betrifft also Signaturen und offengelegte öffentliche Schlüssel, nicht das zugrunde liegende Blockchain-Hauptbuch selbst.
Kein existierender Quantencomputer kommt auch nur annähernd an die Millionen stabiler, fehlerkorrigierter Qubits heran, die ein solcher Angriff erfordern würde; aktuelle Maschinen sind noch klein und fehleranfällig. Forschung im Jahr 2026 verkleinerte die theoretische Ressourcenlücke und hielt das Thema damit aktuell, doch Fachleute halten einen praktischen Durchbruch weiterhin für Jahre entfernt.
Als Reaktion darauf haben Standardisierungsgremien gitterbasierte und hashbasierte Post-Quanten-Algorithmen finalisiert, und Entwickler arbeiten an quantensicheren Adressformaten und Migrationsplänen, damit Netzwerke neue Signaturverfahren einführen können, bevor die Bedrohung real wird, statt erst danach.