Ein Sat ist die kleinste Einheit, in die Bitcoin on-chain unterteilt werden kann, gleichbedeutend mit einem Hundertmillionstel eines ganzen Coins (0,00000001 BTC). Da das Bitcoin-Protokoll Guthaben in ganzen Satoshis erfasst und nicht in Bruchteilen eines Coins, entspricht die feste Obergrenze von 21 Millionen Bitcoin tatsächlich rund 2,1 Billiarden einzelnen Sats, was dem Netzwerk deutlich mehr nutzbare Feingranularität verleiht, je höher der Preis eines ganzen Coins steigt.
Der Name ehrt Satoshi Nakamoto, den pseudonymen Schöpfer von Bitcoin, auch wenn der Begriff im ursprünglichen Whitepaper von 2008 nicht auftaucht. Nutzer früher Foren prägten die Kurzform um 2010 und 2011 als praktischen Weg, um über winzige Bruchteile eines Coins zu sprechen, und die Community übernahm "Satoshi" sowie die Abkürzung "Sat" kurz darauf.
Sats tauchen im alltäglichen Umgang mit Bitcoin ständig auf. Wallets und Block-Explorer geben Transaktionsgebühren in Satoshis pro virtuellem Byte an, und das Lightning Network rechnet die meisten Zahlungen in Sats ab, teils sogar in Bruchteilen eines Sats, da Beträge oft zu klein sind, um sie bequem in ganzen BTC auszudrücken. Die Einheit bildet zudem die Grundlage für Bitcoins Inschriften-System, bei dem einzelne, fortlaufend nummerierte Satoshis eingebettete Daten oder Bilder tragen können.
Über die technische Funktion hinaus besitzt "Sat" in Bitcoin-Communitys auch kulturelles Gewicht. "Stacking Sats" beschreibt die Gewohnheit, regelmäßig kleine Mengen Bitcoin zu kaufen, eine Form des Dollar-Cost-Averaging, die ein teures Asset zu etwas macht, das sich jeder nach und nach, Kauf für Kauf, aufbauen kann.