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Security Token Offering (STO)

Ein Security Token Offering beschafft Kapital durch den Verkauf von Security Tokens, die rechtliche Ansprüche wie Eigenkapital, Gewinnbeteiligung oder eine Forderung verbriefen, statt nur künftigen Zugang zu einem Produkt oder Netzwerk zu gewähren. Da diese Token rechtlich als Wertpapier gelten, oft geprüft anhand des Howey Tests in den USA, müssen Emittenten das Angebot registrieren oder sich auf eine anerkannte Ausnahmeregelung stützen, bevor sie an Anleger verkaufen.

In den USA laufen die meisten STOs über Regulation D (Privatplatzierungen an akkreditierte Anleger, teils mit einjähriger Haltefrist), Regulation S (Offshore-Verkäufe an Nicht-US-Personen) oder Regulation A+ (Kapitalaufnahmen bis zu 75 Millionen US-Dollar von Privat- und akkreditierten Anlegern, gestützt auf von der SEC geprüfte Offenlegungen). In der EU und anderen Jurisdiktionen gilt für diese Token in der Regel reguläres Wertpapierrecht statt der leichteren Regeln für Krypto-Assets, da ein regulierter Security Token meist außerhalb der für Utility Tokens konzipierten Rahmenwerke liegt.

Bekannte STOs veranschaulichen das Modell: tZERO, eine Tochtergesellschaft von Overstock.com, sammelte 2018 rund 134 Millionen US-Dollar ein; INX Limited schloss 2021 ein bei der SEC registriertes Angebot über etwa 85 Millionen US-Dollar ab, bei dem Tokeninhaber Anspruch auf einen Anteil am Unternehmensumsatz erhielten; und der BCAP-Token von Blockchain Capital aus dem Jahr 2017 gab Anlegern indirekten Zugang zu einem Venture-Capital-Fonds. Anders als ein Initial Coin Offering, bei dem Token historisch mit geringer rechtlicher Prüfung verkauft wurden, integriert ein STO von Beginn an Compliance, Prüfung der Anlegerqualifikation und häufig Handelsbeschränkungen in den Prozess.

Der Preis dafür sind Zeit und Kosten: rechtliche, Prüfungs- und KYC/AML-Pflichten machen STOs langsamer und teurer in der Umsetzung als ICOs, geben Anlegern jedoch klarere rechtliche Ansprüche und senken das regulatorische Risiko für den Emittenten.

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