UTXO steht für "Unspent Transaction Output" (nicht ausgegebener Transaktions-Output), die Recheneinheit, mit der Bitcoin und ähnliche bargeldartige Blockchains ausgebbaren Wert nachverfolgen. Statt wie eine Bank einen einzigen Kontostand zu speichern, führt ein UTXO-basiertes Netzwerk eine laufende Menge einzelner Outputs aus vergangenen Transaktionen, die noch nicht ausgegeben wurden. Das Gesamtguthaben einer Wallet ist einfach die Summe aller UTXOs, die an ihre Adressen gebunden sind, weshalb eine Wallet erst vollständig mit der Blockchain synchronisieren muss, bevor sie einen korrekten Betrag anzeigen kann.
Jede neue Transaktion verbraucht einen oder mehrere bestehende UTXOs als Input und erzeugt neue als Output. Da ein UTXO nur vollständig ausgegeben werden kann, muss das Netzwerk beim Versenden eines kleineren Betrags als seines Werts einen "Wechselgeld"-Output an den Absender zurückschicken, ähnlich wie beim Bezahlen mit einem großen Geldschein und dem Erhalt von Münzen als Rückgeld. Sobald ein Output verbraucht ist, wird er endgültig aus der Menge entfernt, wodurch das Protokoll verhindert, dass dieselben Coins zweimal ausgegeben werden, ohne dass dafür ein zentraler Buchführer nötig ist.
Die vollständige Sammlung nicht ausgegebener Outputs innerhalb eines Netzwerks wird als UTXO-Set bezeichnet, und jeder Full Node führt davon eine eigene Kopie, um neue Transaktionen sofort zu validieren. Dieses Design, verwendet von Bitcoin und Forks wie Litecoin und Bitcoin Cash, unterscheidet sich vom kontobasierten Modell, das Ethereum verwendet, bei dem Guthaben in einem einzigen veränderlichen State liegen statt in einzelnen Outputs. UTXOs ermöglichen eine einfachere parallele Validierung und eine klarere Nachvollziehbarkeit, da sich jede Coin über ihre Transaction ID bis zu ihrem Ursprung zurückverfolgen lässt. Sehr kleine, unwirtschaftliche Outputs werden häufig als "Dust" bezeichnet.