Ein Contract for Difference (CFD) ist eine Vereinbarung zwischen einem Trader und einem Broker, eine Art Derivat, das dazu dient, die Preisdifferenz eines Assets zwischen der Eröffnung und der Schließung einer Position auszugleichen, ohne dass jemals ein Coin, Token oder eine Wallet den Besitzer wechselt.
Statt Bitcoin oder Ether tatsächlich zu kaufen, eröffnet ein Trader eine CFD-Position, die einem Live-Preisfeed dieses Assets folgt. Steigt der Preis nach Eröffnung einer "Long"-Position, zahlt der Broker die Differenz aus; fällt er, schuldet der Trader dem Broker die Differenz. Dieselbe Struktur erlaubt es, "Short"-Positionen zu eröffnen, um von fallenden Kursen zu profitieren, was an einer Spot-Exchange oft schwieriger ist, ohne das Asset zuvor zu leihen.
CFDs werden meist mit Leverage angeboten, wodurch ein Trader eine deutlich größere Position steuern kann, als es die hinterlegte Margin allein zulassen würde. Das verstärkt sowohl Gewinne als auch Verluste, und eine scharfe Gegenbewegung kann ein Marginguthaben schnell aufzehren, teils mit einem automatischen Close-out, bevor der Trader reagieren kann. Da CFDs in bar und nicht im zugrunde liegenden Asset abgerechnet werden, umgehen sie Verwahrrisiken, Auszahlungslimits von Exchanges und On-Chain-Transaktionsgebühren, was sie für kurzfristige Trader attraktiv macht, die auf volatile Assets wie Bitcoin spekulieren.
Die Regulierung unterscheidet sich stark je nach Region. Unter den Produktinterventionsregeln der ESMA begrenzt die EU die Leverage für Privatanleger bei Krypto-CFDs auf nur 2:1, deutlich strenger als bei großen Währungspaaren. Die britische Aufsichtsbehörde FCA hat Krypto-CFDs für Privatkunden seit Januar 2021 vollständig verboten, und US-Aufsichtsbehörden erlauben es in der Regel nicht, gehebelte OTC-CFD-Produkte an Privatanleger anzubieten. Trader sollten zudem das Gegenparteirisiko bedenken, da die Auszahlung eines CFDs vollständig von der Solvenz des Brokers abhängt und nicht von einer Abwicklung auf einer Blockchain.