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Market Maker (MM)

Ein Market Maker (MM) ist ein Trader, eine Handelsfirma oder ein automatisiertes System, das fortlaufend sowohl einen Kauf- als auch einen Verkaufspreis für einen Vermögenswert stellt und sein Einkommen aus der kleinen Differenz zwischen beiden erzielt, statt auf die Kursrichtung zu wetten. An einer zentralisierten Exchange bedeutet das, dass auf beiden Seiten des Orderbuchs Limit-Orders liegen bleiben; an einer dezentralen Exchange kann es stattdessen bedeuten, dass Token in einen automatisierten Liquiditätspool eingebracht werden.

Der Mechanismus ist einfach. Handelt ein Asset bei rund 10 US-Dollar, könnte ein MM 9,95 US-Dollar bieten und 10,05 US-Dollar verlangen. Jedes Mal, wenn ein Käufer auf das Angebot eingeht und ein Verkäufer auf das Gebot, streicht der Market Maker diese Differenz von 0,10 US-Dollar ein, bekannt als Bid-Ask-Spread, und wiederholt den Vorgang tausende Male am Tag. Exchanges belohnen ausgewählte Market Maker oft mit Fee-Rebates oder Rabatten, da ihr fortlaufendes zweiseitiges Quoting die Orderbücher tief und handelbar hält, was besonders bei Paaren mit geringerem Volumen zählt, wo die Liquidität sonst dünn wäre.

Market Making ist nicht risikofrei. Kauft ein MM in einem fallenden Markt weiter oder verkauft während einer Rally, kann sein Bestand auf der falschen Seite der Bewegung landen. Deshalb setzen professionelle Firmen auf Hedging und schnelle Order-Stornierungslogik, um ihr Risiko zu steuern, besonders rund um volatile Nachrichtenlagen. Ohne aktive Market Maker weiten sich die Spreads, steigt die Slippage, und Coins mit kleinerer Marktkapitalisierung werden schwerer zu einem fairen Preis handelbar. Große Exchanges betreiben in der Regel formelle Market-Maker-Programme mit volumenbasierten Fee-Stufen, latenzarmen APIs und mitunter Kreditlinien, um Firmen anzuziehen, die bereit sind, beide Seiten des Buchs eng zu halten.

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