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Bid-Ask Spread

Der Bid-Ask-Spread ist mehr als eine einfache Preisdifferenz: Er dient als eingebautes Maß des Marktes für Handelsreibung, denn ein engerer oder weiterer Spread verändert direkt, was ein Trade tatsächlich kostet, zusätzlich zu den ausgewiesenen Exchange-Gebühren. Da Market Maker Gewinn erzielen, indem sie einen Teil dieser Differenz einstreichen, konkurrieren sie darum, die engsten Preise zu stellen, sobald die Nachfrage nach einem Asset hoch ist.

Auf centralized Exchanges spiegelt die Breite des Spreads die Tiefe des Order Books wider. Wenn viele Kauf- und Verkaufsorders nahe am aktuellen Preis liegen, wird ein Trade ausgeführt, ohne mehrere Preisstufen zu durchlaufen, wodurch die Differenz klein bleibt. Dünne Order Books, wie sie bei small-cap Token oder Paaren mit geringem Volumen üblich sind, bedeuten, dass schon eine bescheidene Market Order die besten Kurse aufbrauchen und auf die nächste Stufe springen kann, wodurch sich der Spread in Echtzeit verbreitert. Decentralized Exchanges, die auf automated market maker Pools basieren, folgen derselben Logik: Je weniger Liquidität ein Pool enthält, desto stärker verschiebt ein Trade den Preis, was zu einem breiteren effektiven Spread und mehr Slippage für den Trader führt.

Die Breite des Spreads hängt außerdem von Volatilität und der Fragmentierung über verschiedene Handelsplätze ab. Bei starken Preisschwankungen ziehen sich Market Maker zurück oder verbreitern ihre Kurse, um das Risiko auszugleichen, auf der falschen Seite des Marktes zu landen. So kann ein Spread, der unter ruhigen Bedingungen nur wenige Basispunkte beträgt, während eines Crashs oder einer überraschenden Nachricht deutlich anwachsen. Da ein Asset wie Bitcoin gleichzeitig auf Dutzenden Handelsplätzen ohne ein einziges konsolidiertes Order Book gehandelt wird, kann derselbe Coin auf einer Exchange mit hohem Volumen einen engeren Spread zeigen als auf einer kleineren Plattform zum selben Zeitpunkt.

Trader, die Spreads als Prozentsatz des Preises statt in absoluten Werten vergleichen, erhalten ein konsistenteres Bild davon, welche Märkte tatsächlich günstig zu handeln sind.

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