Die meisten Exchanges bieten Stop-Loss-Orders in zwei Formen an, die sich unterschiedlich verhalten, sobald der Triggerpreis erreicht wird. Eine Stop-Market-Order wandelt sich in dem Moment, in dem der Stop-Preis erreicht wird, in eine Market Order um, wodurch garantiert wird, dass die Position geschlossen wird, jedoch nicht zu welchem exakten Ausstiegspreis. Eine Stop-Limit-Order wandelt sich stattdessen zu einem gewählten Preis in eine Limit Order um, was den Ausführungspreis garantiert, aber nicht, dass der Trade überhaupt ausgeführt wird, falls der Markt über diesen Preis hinausspringt.
Dieser Unterschied ist bei plötzlicher Volatilität am wichtigsten. Bei einem schnellen Crash kann das Orderbuch innerhalb von Sekunden austrocknen, sodass eine Stop-Market-Verkaufsorder weit unter dem beabsichtigten Triggerpreis ausgeführt werden kann, ein Kostenfaktor, der als Slippage bekannt ist. Eine Stop-Limit-Order verhindert schlechte Fills, kann aber vollständig unausgeführt bleiben, wenn der Preis direkt durch das Limit-Niveau schießt, wodurch ein Trader genau dann ungeschützt bleibt, wenn Schutz am dringendsten gebraucht wird. Bei gehebelten Positionen kommt eine weitere Besonderheit hinzu: Exchanges berechnen Zwangsliquidationen in der Regel anhand eines Mark Price statt des zuletzt gehandelten Preises, sodass ein nur am letzten Preis ausgerichteter Stop zu spät auslösen kann, oder erst nachdem ein Margin Call die Position ohnehin schließt.
Üblich ist es, Stops unterhalb klarer Unterstützungsniveaus zu platzieren oder sie an der typischen Volatilität eines Assets auszurichten (etwa ein Vielfaches der Average True Range) statt an runden Zahlen, da offensichtliche, vorhersehbare Niveaus konzentrierten Verkaufsdruck anziehen können, der eine Kaskade nahegelegener Stops auslöst, auch als Stop Hunting bekannt. Viele Exchanges bieten zudem einen Trailing-Stop-Loss an, der sich automatisch nach oben verschiebt, wenn der Preis steigt, wodurch Gewinne gesichert werden, während derselbe schützende Abstand zum Markt erhalten bleibt.