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Collateralization

Collateralization funktioniert, indem ein Kreditnehmer einen Vermögenswert hinterlegen muss, der mehr wert ist als der Kredit oder synthetische Token, den er im Gegenzug erhält, damit der Kreditgeber oder das Protokoll einen Puffer hat, um Preisschwankungen abzufedern, bevor überhaupt ein Verlust entsteht. Das Verhältnis zwischen beiden Werten, ausgedrückt in Prozent, wird von Protokollen kontinuierlich überwacht, um zu entscheiden, ob eine Position noch sicher ist.

Da Blockchains weder Kreditscores noch Gerichte haben, um säumige Schuldner zu verfolgen, ersetzen DeFi-Kreditmärkte wie Aave und Compound Vertrauen durch Mathematik: Ein Kreditnehmer, der ETH oder einen anderen volatilen Vermögenswert hinterlegt, kann in der Regel nur einen Kredit im Wert von 60-80% dieser Collateral aufnehmen, eine Grenze, die als Loan-to-Value-Ratio bekannt ist. Eine separate, höher angesetzte Liquidationsschwelle markiert den Punkt, an dem die Position unsicher wird. Fällt der Marktpreis der Collateral und durchbricht die Ratio diese Schwelle, greifen automatisierte Liquidatoren oder Auktionen ein: Sie verkaufen einen Teil der Collateral, tilgen die Schuld und berechnen dem Kreditnehmer eine Strafgebühr, meist 5-10% der Position.

Stablecoin-Emittenten wie Sky (ehemals MakerDAO) wenden dieselbe Logik über eine Collateralized Debt Position an, bei der Nutzer Krypto hinterlegen, oft ETH, und dagegen einen an den Dollar gekoppelten Token minten, wobei die Ratio meist über 150% gehalten wird, um scharfe Kursrückgänge zu überstehen.

Der Kernkonflikt ist Kapitaleffizienz gegen Sicherheit: Höhere Collateral-Anforderungen machen kaskadierende Liquidationen weniger wahrscheinlich, binden aber mehr Kapital pro geliehenem Dollar, weshalb die Ratios je nach Asset und Risikobereitschaft des Protokolls stark variieren.