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Dump

Ein Dump ist der Begriff, den Trader verwenden, wenn der Markt für einen Coin innerhalb kurzer Zeit mit Verkaufsaufträgen überflutet wird und der Preis dadurch schnell fällt. Entscheidend ist weniger die Größe des Rückgangs als vielmehr die Geschwindigkeit und das plötzliche Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage: Ein langsamer, geordneter Rückgang über mehrere Wochen wird meist als Korrektur bezeichnet, während sich ein Dump innerhalb von Minuten oder Stunden vollzieht und in der Regel mit einem Anstieg von Handelsvolumen und Volatilität einhergeht.

Dumps haben einige wiederkehrende Auslöser. Ein einzelner großer Halter, ein sogenannter Whale, kann eine ausreichend große Position an eine Exchange überweisen und verkaufen und damit das Orderbuch schneller überlasten, als Käufer nachkommen können. Negative Nachrichten, ein regulatorisches Eingreifen, ein Hack einer Exchange oder ein Stablecoin, der seine Bindung verliert, können bei vielen Wallets gleichzeitig Panikverkäufe auslösen. Hebelhandel verschärft die Lage: Sobald ein Preis zu fallen beginnt, werden Trader mit geliehenem Kapital liquidiert, und deren erzwungene Verkäufe drücken den Preis weiter nach unten, was in einer Kettenreaktion weitere Liquidationen auslöst.

Dumps werden auch gezielt inszeniert. Bei einem Pump and Dump kaufen Insider oder koordinierte Gruppen zunächst einen Token mit geringer Liquidität auf und hypen ihn, um Kleinanleger anzulocken, um anschließend ihre Bestände zu verkaufen, sobald der Preis aufgebläht ist, sodass Nachzügler mit Verlusten zurückbleiben. Dünn gehandelte oder stark konzentrierte Token sind besonders anfällig, da schon eine einzige aussteigende Wallet den Preis innerhalb weniger Stunden um zweistellige Prozentsätze einbrechen lassen kann.