Marktkapitalisierung: 24h Vol: BTC: BTC Dom:
Gold: S&P 500: EUR/USD: Öl (BRENT):

Hash Rate

Die Hash Rate ist die Geschwindigkeit, mit der die Miner eines Netzwerks Hashing-Berechnungen durchführen können: die Trial-and-Error-Berechnungen, mit denen ein gültiger Block-Header gefunden und einer Proof-of-Work-Blockchain hinzugefügt wird. Meist geht es dabei nicht um die Leistung eines einzelnen Miners, sondern um die kombinierte Rechenleistung aller Geräte, die um den nächsten Block konkurrieren, von ASIC-Rigs und Mining Farms bis hin zu gewöhnlichen GPUs bei kleineren Netzwerken.

Hash Rate und Mining-Difficulty bewegen sich im Gleichschritt. Das Protokoll von Bitcoin berechnet die Difficulty alle 2.016 Blocks neu, also etwa alle zwei Wochen, um die durchschnittliche Blockzeit bei rund 10 Minuten zu halten: Steigt die kombinierte Hash Rate des Netzwerks, steigt zum Ausgleich auch die Difficulty; gehen Miner offline, sinkt sie wieder. Diese Feedbackschleife erklärt, warum Hash-Rate- und Difficulty-Charts einander so eng folgen.

Da das Umschreiben der Blockchain-Historie erfordert, schneller zu rechnen als alle ehrlichen Miner zusammen, dient die Hash Rate auch als grober Sicherheitsmaßstab: Je höher sie steigt, desto teurer wird ein 51%-Angriff. Die Hash Rate von Bitcoin bewegte sich 2026 in Rekordnähe, im Bereich von mehreren hundert Exahash pro Sekunde, was einen Angriff finanziell unrealistisch macht; kleinere Proof-of-Work-Coins mit einem Bruchteil dieser Rechenleistung bieten keine vergleichbare Sicherheit und wurden in der Vergangenheit bereits erfolgreich angegriffen.

Die Hash Rate wird in Hashes pro Sekunde angegeben und reicht mit wachsender Netzwerkleistung von Kilohash (KH/s) über Mega, Giga und Tera bis hin zu Exahash (EH/s). Üblicherweise wird sie als geglätteter Durchschnitt erfasst statt als Live-Wert, da die Zeit zwischen einzelnen Blockfunden von Natur aus zufällig ist.

Verwandte Artikel