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Long

Der Begriff stammt aus dem traditionellen Wertpapierhandel, wo "long" einen Anleger beschreibt, der den zugrunde liegenden Vermögenswert tatsächlich besitzt, im Gegensatz zu einem Leerverkäufer, der ihn geliehen und verkauft hat. In der Kryptowelt ist Long gehen der einfachste Standard-Trade: eine Coin am Spotmarkt kaufen und halten, in der Hoffnung, dass die Nachfrage den Preis nach oben treibt, bevor man verkauft. Es wird nichts geliehen, es gibt kein Verfallsdatum, und der maximale Verlust ist auf 100% des investierten Betrags begrenzt, während das potenzielle Aufwärtspotenzial theoretisch unbegrenzt ist.

Trader können auch mit Leverage long gehen, meist über Perpetual Futures, also Kontrakte ohne Verfallsdatum, die den Spotpreis über periodische Funding-Zahlungen zwischen Longs und Shorts nachbilden. Leverage verstärkt sowohl Gewinne als auch Verluste: Eine mit 10-facher Hebelwirkung eröffnete Position kann bereits bei einer ungünstigen Kursbewegung von rund 10% ausgelöscht werden, und bei 100-facher Hebelwirkung reicht schon eine Schwankung von nur 1%, um eine Liquidation auszulösen. Wenn die Funding Rate stark positiv wird, deutet das meist darauf hin, dass Longs "crowded" sind, also überfüllt, ein Warnsignal, dass eine scharfe Trendwende in eine Kaskade von Zwangsliquidationen münden kann.

Gängige Wege, wie Trader eine Long-Einschätzung umsetzen:

  • Spot-Kauf von Bitcoin oder einer anderen Coin direkt an einer Exchange.
  • Eröffnen einer gehebelten Long-Position auf einer Perpetual-Futures- oder Options-Plattform.
  • Nutzung von Leveraged Tokens, die sich automatisch neu ausrichten, um ein Vielfaches der Tagesrendite eines Assets nachzubilden.

Marktstimmung, die als "bullish" bezeichnet wird, spiegelt die allgemeine Erwartung steigender Preise wider, weshalb Long-Positionen während Aufwärtstrends dominieren. Die entgegengesetzte Strategie, Short gehen, profitiert dagegen von fallenden Preisen.

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