Ein LP stellt Krypto-Assets in einem Liquidity Pool bereit, damit eine Decentralized Exchange oder ein Lending-Protokoll genug Mittel zur Verfügung hat, um anderen Nutzern Trades oder Kredite zu ermöglichen, ohne auf eine passende Gegenpartei zu warten. In der Praxis bedeutet das meist, zwei Token in etwa gleichem Wert, etwa ETH und einen Stablecoin, in einen Automated Market Maker wie Uniswap oder Curve einzuzahlen.
Als Gegenleistung für das Bereitstellen der Mittel prägt das Protokoll ein LP-Token, das den Anteil des Einzahlers am Pool repräsentiert. Jeder Swap, der gegen den Pool ausgeführt wird, zahlt eine kleine Gebühr, die anteilig unter den LPs verteilt wird, und viele Protokolle erlauben es, dasselbe LP-Token an anderer Stelle zu staken, um über Yield Farming zusätzliche Belohnungen zu verdienen. Wird das LP-Token später verbrannt, erhält man die zugrunde liegenden Assets plus angesammelte Gebühren zurück.
LP zu sein ist nicht risikofrei. Die größte Gefahr ist der Impermanent Loss: Driften die Kurse der beiden eingezahlten Token auseinander, gleicht der Pool die Holdings des LP automatisch in Richtung des schwächeren Assets aus, sodass eine Auszahlung in diesem Moment weniger Wert bringen kann, als beide Token einfach zu halten. Volatile oder unkorrelierte Paare tragen das höchste Impermanent-Loss-Risiko, während Stablecoin-Paare vergleichsweise sicher sind. Bugs in Smart Contracts, Protokoll-Exploits und plötzliche Liquiditätsabzüge anderer großer Provider bergen weitere Risiken. Neuere Designs, etwa konzentrierte Liquiditätsbereiche bei Uniswap v3 und v4, erlauben es LPs, gezielt bestimmte Preisspannen anzuvisieren für höhere Gebühreneinnahmen, allerdings auf Kosten eines aktiveren Managements.