Jedes Trading Pair folgt einer Base/Quote-Struktur: Der Preis zeigt an, wie viele Einheiten des Quote-Assets nötig sind, um eine Einheit des Base-Assets zu kaufen. In einem Order Book bedeutet ein BTC/USDT Preis von 65.000, dass ein Bitcoin 65.000 USDT kostet, und Kauf- oder Verkaufsorders werden zu dem Preis zusammengeführt, auf den sich beide Seiten einigen. Welches Asset auf welcher Seite des Schrägstrichs steht, ist eine Konvention der Exchange, kein willkürliches Etikett.
Die Wahl der Quote Currency hat sich im Laufe der Krypto-Geschichte verändert. Frühe Exchanges notierten die meisten Altcoins in BTC selbst, da Bitcoin die tiefste Liquidität besaß und Fiat-On-Ramps rar waren. Heute sind die dominanten Quote-Assets große Stablecoins wie USDT und USDC, die Tradern eine dollaräquivalente Einheit bieten, ohne eine Bank zu benötigen; manche regulierten Exchanges bieten zudem direkte Fiat-Pairs wie BTC/USD oder ETH/EUR an. BTC/USDT und ETH/USDT bleiben auf großen Plattformen die meistgehandelten Pairs nach Volumen, wobei Stablecoin-zu-Stablecoin-Pairs wie USDC/USDT teils ein vergleichbares Handelsvolumen sehen, das eher aus Arbitrage und Treasury-Flows als aus richtungsorientiertem Handel stammt.
Auf einer Decentralized Exchange gibt es meist gar kein Order Book. Ein Trading Pair existiert stattdessen als Liquiditätspool, der beide Assets in einem festen Verhältnis hält, wobei ein Algorithmus den Preis festlegt, während Trader die eine Seite gegen die andere tauschen und Liquidity Provider einen Anteil der Handelsgebühren verdienen.
Nicht jedes Pair wird direkt gehandelt. Ein weniger gängiger Altcoin ist mitunter nur gegenüber BTC oder einem Stablecoin gelistet, sodass Trader zwei Schritte benötigen, um das gewünschte Pair zu erreichen, und dünn gehandelte Pairs weisen breitere Spreads und ein höheres Slippage-Risiko auf.